12.08.2019 
Büros, Logistik, Gastronomie

Warum auf deutschen Einkaufsmeilen nichts bleiben wird, wie es ist

Von
imago images / Marco Stepniak

2. Teil: "Zeitenwende" auf deutschen Einkaufsstraßen

Entsprechend dürften sich die Einkaufsstraßen, wie wir sie kennen, in den kommenden Jahren massiv verändern - und das nicht nur in kleineren und mittleren Städten, in denen das Ladensterben bereits vor längerem angekommen ist und leerstehende Ladengeschäfte bereits zum Alltagsbild gehören.

Auch die Einkaufsmeilen in großen deutschen Städten stehen vor Umwälzungen - und befinden sich zum Teil bereits mitten drin.

In welche Richtung es geht, zeigen aktuelle Zahlen des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle. Demnach hat sich die von jungen Modefilialisten gemietete Fläche in den vergangenen fünf Jahren halbiert, während vor allem die Gastronomie zuletzt stark zulegte. Im ersten Quartal mieteten Gastronomieunternehmen sogar erstmals mehr Flächen in Deutschland an als Textilhändler - eine Entwicklung, die das Unternehmen als "Zeitenwende" bewertete.

Während die Mieten für Handelsimmobilien in etlichen Städten mittlerweile sogar sinken, erlebt eine andere Sparte einen massiven Höhenflug: Büroimmobilien.

Hier ist der Markt - besonders in attraktiven Innenstadtlagen großer Städte - mittlerweile wie leergefegt. Immer mehr Menschen arbeiten in den Metropolen. Die Nachfrage nach Büroräumen steigt deshalb seit Jahren. Weil die Baustätigkeit die Nachfrage nicht stillen kann, werden attraktive Büroimmobilien immer knapper. In Berlin liegt die Leerstandsquote laut dem Immobilienexperten Bulwiengesa mittlerweile bei 1,7 - in München sogar bei 1,6 Prozent. Hamburg steht mit aktuell 3 Prozent noch vergleichsweise gut da.

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