07.02.2019 
Fanartikel-Deal mit US-Firma Fanatics

FC Bayern lässt Amerikaner ans Fangeschäft

Von

Mit einem geschätzten Umsatz von knapp 630 Millionen Euro allein in der abgelaufenen Saison ist der FC Bayern in Deutschland absolute Spitze. International gesehen hat der Verein allerdings noch ordentlich Raum nach oben: Nicht nur vom FC Barcelona und Manchester United wurde der Münchner Club in der abgelaufenen Saison umsatztechnisch klar überrundet. Real Madrid setzte laut einer aktuellen Deloitte-Studie sogar knapp 20 Prozent mehr um als die Bayern.

Grund genug für den Club, nach neuen, zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten zu suchen - was dieser auch intensiv tut. Im Merchandising ist er nun fündig geworden und geht mit einer Kooperation mit dem amerikanischen Fanartikelkonzern Fanatics neue Wege.

So hat der Verein nach Informationen von manager-magazin.de eine ab Sommer greifende Kooperation mit dem US-Fanartikelhändler Fanatics geschlossen, wovon auch die US-Seite "Sportsbusinessdaily" berichtete.

Wie manager magazin aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen erfuhr, umfasst der langjährige Deal das komplette Merchandising-Geschäft außerhalb Europas. Das heißt, dass Fanatics mit dem Start der neuen Saison im Sommer sämtliche FC-Bayern-Shops on- und offline im außereuropäischen Ausland - insbesondere den USA und Asien - betreibt.

Außerdem werde Fanatics entsprechende Merchandising-Produkte herstellen und dort beispielsweise auch die Adidas-Trikots des FC Bayern über seine Kanäle vertreiben. Auch der langjährige Vertrieb von FC Bayern-Produkten über den chinesischen Marktplatz Alibaba läuft im Zuge dieser so genannten "Master-Lizenz" dann künftig über Fanatics. Fanatics selbst wollte sich nicht zu dem Deal äußern.

Der FC-Bayern bestätigte, dass im Sommer eine "lanjährige Kooperation" mit Fanatics anlaufe. Davon sei aber "bei weitem nicht das gesamte Merchandising-Geschäft betroffen." Laut Informationen von manager-magazin.de ist aber eine Ausweitung bereits angedacht.

Wie "Sportsbusinessdaily" unter Berufung auf Vereinsangaben berichtet, soll die US-Fanbasis sich seit 2014 von 13 Millionen auf aktuell 32 Millionen Fans mehr als verdoppelt haben.

"Unser Ziel ist es, dort präsent zu sein, wo unsere Fans sind", hatte der beim FC Bayern für Merchandising zuständige Internationalisierungs-Vorstand Jörg Wacker die Strategie kürzlich auf den Punkt gebracht, als die Bayern im Dezember einen weiteren Expansionsschritt in Sachen Merchandising ankündigten: Die Eröffnung eines eigenen Brand-Shops auf Amazon - zusätzlich zu dem bereits bestehenden auf dem chinesischen Onlineportal Tmall-Gobal. Online-Marktplätze, so Wacker, spielten in der Merchandising-Strategie schließlich eine wichtige Rolle.

1 | 3

Mehr zum Thema