13.03.2019 
Nach Gewinnsprung in 2018

Adidas nimmt das Tempo raus

Nach einem kräftigen Gewinnanstieg in 2018 gibt sich Adidas etwas verhaltener für das laufende Jahr. Die Anleger zeigen sich verschnupft, dabei stock der Sportartikelhersteller die Dividende für das vergangenen Jahr kräftig auf.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im vergangenen Jahr dank der Fußball-WM und guter Geschäfte in Nordamerika und China glänzend verdient. Das Betriebsergebnis stieg im Jahresvergleich um 14 Prozent auf knapp 2,37 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Der für die Konzernprognose maßgebliche Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei rund 1,71 Milliarden Euro und damit 20 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Umsätze stiegen binnen Jahresfrist währungsbereinigt um 8 Prozent, nach der Umrechnung der Auslandserlöse in Euro blieb ein Plus von 3 Prozent auf 21,92 Milliarden Euro übrig.

Die Aktionäre sollen am Erfolg des Nike-Rivalen mit einer erneuten Dividendenerhöhung beteiligt werden: Sie erhalten für das Jahr 2018 nun 3,35 Euro, damit zahlt Adidas 75 Cent mehr als ein Jahr zuvor.

Für das neue Jahr stellt sich der Konzern auf ein etwas gemächlicheres Tempo ein: Der Umsatz soll nunmehr währungsbereinigt zwischen 5 bis 8 Prozent klettern, für den Gewinn aus fortgeführtem Geschäft wird ein Plus zwischen 10 bis 14 Prozent erwartet.

Anleger sehen nun keinen Grund mehr, den Papieren weiter nachzujagen: Die Anteilsscheine sackten unter den Schlusslichtern im kaum veränderten Dax um rund 3 Prozent auf 203,60 Euro ab.

rei/dpa

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