13.05.2019 
Bis zu 270 Millionen Euro

Wirecard erwartet von Softbank-Kooperation reichlich Gewinn

Der Zahlungsabwickler Wirecard verspricht sich von der Kooperation mit japanischen Softbank-Konzern deutliche Gewinnbeiträge. Der Vorstand schätzt das Gewinnpotenzial aus der Partnerschaft über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 209 bis 273 Millionen Euro, wie Wirecard in der Einladung zur Hauptversammlung schreibt. Die Hauptversammlung soll am Dienstag, 18. Juni, ab 10 Uhr in der Messe-Halle in München beginnen.

Hinzu komme ein Wert für die darüber hinausgehende langfristige Kooperation, der deutlich höher sei. Dabei setzt Wirecard unter anderem auf Marktzugänge in Japan und Südkorea sowie die Entwicklung gemeinsamer neuer Produkte und Dienstleistungen.

Wirecard hatte erst im April mit Softbank einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard will zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden soll.

Der Dax-Konzern profitiert seit Jahren vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Erst vor wenigen Tagen wurde das Unternehmen im Zuge der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal für 2019 optimistischer. Vorstandschef Markus Braun hob nach einem starken Jahresstart die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro an.

Wirecard erklärte am Montag mitteilte, wird das Unternehmen künftig die Zahlungsabwicklung für das E-Commerce-Geschäft der Optikerkette Apollo übernehmen. Wie hoch der Anteil dieses Geschäft am Gesamtumsatz von Apollo ist, teilten die Kontraktpartner am Montag nicht mit.

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