17.05.2019 
Bratislava gilt als Favorit

VW-Elektro-Kleinwagen wird wohl nicht in Emden gebaut

20.000 Euro soll der Elektro-Kleinwagen von Volkswagen kosten. Weil das Lohnniveau in Deutschland aber vergleichsweise hoch ist, will der Konzern das Auto nicht wie geplant in Emden fertigen. Für das ostfriesische Werk soll es aber "Ersatz" geben.

Volkswagen will aus Kostengründen einen ursprünglich für das Werk Emden bestimmten Elektrokleinwagen in Osteuropa bauen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, habe der Aufsichtsrat des Autoherstellers eine Grundsatzentscheidung getroffen, dass das für das niedersächsische Emden vorgesehene Modell nun wahrscheinlich im slowakischen Bratislava gefertigt werden soll - vermutlich ab dem Jahr 2022. Der Deutschen Presse-Agentur wurde der Bericht aus Kreisen des Konzerns bestätigt.


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Der Elektro-Kleinwagen, etwa so groß wie ein Polo oder ein T-Roc, sollte am Standort Emden in drei fast baugleichen Varianten für Volkswagen, Seat und Skoda gefertigt werden und somit das Werk auslasten helfen. So zumindest sahen es die Pläne im November vor. Rund 200.000 Einheiten sollten jährlich in den Verkauf gehen, heißt es in dem Bericht.

Eine Produktion in Emden sei bei einem angepeilten Verkaufspreis von 20.000 Euro angesichts der Lohnkosten in Deutschland aber wirtschaftlich nicht darstellbar, heißt es in dem Bericht. Damit Elektroautos und der Elektromobilität in Deutschland der Durchbruch gelingen kann, gilt ein bezahlbarer Kleinwagen als eminent wichtig.

Emden soll jedoch nicht leer ausgehen. Dafür solle in dem ostfriesischen Werk ein Elektro-Kompakt-SUV in der Größe eines VW Tiguan vom Band rollen. Dieses Modell sei ursprünglich für das Werk im sächsischen Zwickau geplant gewesen, welches aber mit der Produktion für die Elektro-Modellfamilie ID ausgelastet sei.

rei/dpa

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