28.06.2018 
Tesla Model 3 im Praxistest

Erstaunlich gelungen - darum sollten deutsche Autobauer Teslas Model 3 fürchten

Ein Test von
manager magazin online

4. Teil: Bedienung: Vorbildlicher Touchscreen, clevere Hebel-Doppelbelegungen

Mit der Bedienung des exakt mittig montierten Touchscreens kommt problemlos zurecht, wer regelmäßig ein Smartphone bedient. Die Menüs sind logisch strukturiert, die Schriften gut lesbar. Auf Eingaben reagiert der Riesenbildschirm schnell, ein sanfter Fingertipp reicht zum Auswählen - anders als bei manchen Modellen der deutschen Luxusauto-Hersteller, die noch oft deutlich kräftigere Berührungen benötigen.

Innenraum: Aufgeräumt simpel
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Innenraum: Aufgeräumt simpel

Doch die hohe Kunst des Knöpfchen-Weglassens erweist sich nicht immer als überlegen. So lassen sich etwa die Außenspiegel nur über einen Druck auf den Touchscreen verstellen. Zum Schwenken der Spiegel muss der Fahrer dann an den Drehrädchen direkt am Lenkrad herumfummeln. Das mag konsequent sein, allzu praktisch ist das nicht.

Klug gelöst hat Tesla hingegen das Ein- und Ausschalten des Tempomaten und des Autopilot-Assistenzsystem: Einmaliges Herunterdrücken des Gangwahlhebels rechts neben dem Lenkrad aktiviert den Tempomaten und setzt die Geschwindigkeit, zweimaliges Herunterdrücken aktiviert den Autopiloten, der neben dem Abstand zum Vordermann auch noch automatisch die Spur hält. Die Geschwindigkeit lässt sich mit einem Drehrädchen direkt am Lenkradkranz verstellen. Dafür benötigen andere Hersteller gleich mehrere eigene Knöpfe - oder einen eigenen Hebel.

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