25.10.2018 
Tesla schreibt zum dritten Mal schwarze Zahlen

Elon Musk verspricht weitere Gewinne

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2. Teil: Kann Tesla nachhaltig profitabel wachsen?

Und noch scheint Tesla die Nachfrage nach dem Model 3 halten zu können. Denn trotz der deutlich gesteigerten Auslieferungen, die sich bereits zuletzt abzeichneten, konnte Tesla die Kundeneinlagen für reservierte Autos im dritten Quartal auf gut 900 Millionen Dollar nahezu konstant halten, berichtet Bloomberg.

Im August hatte das Unternehmen den Stand der Reservierungen für das Model 3 mit 455.000 angegeben. In der Nacht erklärte Musk in einer Telefonkonferenz, dass davon knapp 20 Prozent storniert worden seien. Die Einführung neuer Modelle werde die Umwandlung bestehender Reservierung beschleunigen, zeigte sich Tesla überzeugt.

Die Strategie, zuvorderst mit hochpreisigen Versionen des Model 3 hohe Umsätze einzufahren und die Gewinnmargen nach oben zu schrauben, ist natürlich verlockend. Doch lässt Teslas vorangegangener Kommentar den Schluss zu, dass viele Reservierungen sich eben auf den günstigeren "Volks"-Tesla zu 35.000 Dollar beziehen. Springen diese Käufer ab, weil sie sich die bislang günstigste erhältliche Version von 46.000 Dollar nicht leisten können und wollen, könnte es auch schnell Abbestellungen hageln.

10 Milliarden Dollar Schulden drücken

Klar ist, angesichts der hohen finanziellen Verpflichtungen darf der Erlösstrom nicht stocken. Sitzt Tesla doch aktuell noch auf Schulden von 10 Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden davon muss Musk bis Ende März begleichen. Um die Produktion schneller zu steigern, will Tesla die Model-3-Fertigung im kommenden Jahr auch in China starten. Ein großes Areal für eine neue Fabrik ist bereits gekauft.

Optimistische Stimmen wie jene von Gene Munster, Partner bei der Venture-Capital-Firma Loup, mehren sich. Mit Blick auf das dritte Quartal spricht der Experte von dem "ermutigendsten Zeichen für nachhaltige Rentabilität das wir in den vergangenen drei Jahren gesehen haben". Und manche Anleger wie besagter Shortseller Andrew Edward Left von Citron Research sind jetzt auf die Käuferseite gewechselt.

Doch bis Tesla nicht den Beweis erbracht hat, nachhaltig profitabel wirtschaften und seine Produktionsziele auf lange Zeit verlässlich erreichen zu können, bleibt weiter Skepsis angezeigt. Das sieht jedenfalls Erik Gordon so. Die Ergebnisse dürften eine Weile den Aktienkurs von Tesla beflügeln, prophezeit der Wirtschaftsprofessor von der renommierten Universität von Michigan.

"Aber die Investoren werden die Ergebnisse sehr genau prüfen, um zu sehen, ob sie nachhaltig sind oder ob Musk trickreich wieder einen anderen Hasen aus dem Hut gezaubert hat mit Maßnahmen, die kein dauerhaftes Wachstum versprechen."

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