21.03.2019 
Deutsche Post

Nach Brand rund 460 Streetscooter zurückgerufen

Zwei Elektro-Lieferwagen vom Typ Streetscooter gerieten in Brand. Um Schlimmeres zu verhindern, zog die Post daraufhin zeitweise rund 460 der selbstproduzierten E-Fahrzeuge aus dem Verkehr. Auslöser der Brände seien offenbar fehlerhafte Verschweißungen im Bereich der Batterien gewesen, sagte ein Postsprecher nun in Bonn. Zuvor hatte das ARD-Magazin "Plusminus" über die Zwischenfälle berichtet.

Laut Post hatten im November vergangenen Jahres zwei Streetscooter der Post-Flotte in Singen in Baden-Württemberg und Teuchern in Sachsen-Anhalt gebrannt. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden, anders jedoch bei den geladenen Paketen. Die Sendungen wurde zerstört.


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Die Post habe deshalb rund 460 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, bei denen der Verdacht bestand, sie könnten ähnliche Produktionsfehler aufweisen, sagte ein Sprecher. Doch hätten die Überprüfungen bisher keine weiteren Mängel ergeben und die ersten überprüften Fahrzeuge seien auch schon wieder auf den Straßen unterwegs. Insgesamt fahren nach eigenen Angaben rund 8000 Streetscooter sowie 3200 E-Bikes und E-Treikes von Streetscooter für die Post.

Achim Kampker, der bisherige Chef der Herstellerfirma Streetscooter, betonte: "Der Streetscooter ist und bleibt ein sicheres Elektrofahrzeug." Anfang März hatte die Deutsche Post bekanntgegeben, den Chefposten von Streetscooter neu zu besetzen. Neuer Kopf des E-Autoproduzenten werde Jörg Sommer (52), der vom US-amerikanischen Elektro-Nutzfahrzeughersteller Chanje an die Spitze von Streetscooter wechselt. Kampker soll sich stattdessen künftig um das Thema Innovationen kümmern.

dpa/akn

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