22.10.2018 
Alternativen zum Teilverkauf gefordert

Opel-Entwicklungszentrum - Belegschaft stellt sich quer

Opel will Teile seines Entwicklungszentrums in Rüsselsheim verkauften. Doch die Belegschaft sträubt sich, schlägt Alternativen zum Verkauf vor. Für den Fall eines Verkaufs verlangt sie ein Rückkehrrecht für die betroffenen 2000 Ingenieure.

In der Opel-Belegschaft regt sich weiterhin Widerstand gegen den geplanten Teilverkauf des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums an den Industriedienstleister Segula. Eine bessere Auslastung könne auch auf anderen Wegen erreicht werden, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Resolution der IG-Metall-Vertrauensleute.

Auslastungsprobleme des Entwicklungszentrums seien nicht zwangsläufig, sondern könnten beispielsweise über strategische Partnerschaften mit Entwicklern oder mit der Akquise externer Aufträge vermieden werden.

Nach der Übernahme durch den französischen PSA -Konzern will Opel nun in naher Zukunft einen Teil seines Entwicklungszentrums mit rund 7000 Arbeitsplätzen abgeben. Opel-Chef Michael Lohscheller hat das Vorhaben als "großen Deal" bezeichnet, mit dem die Jobs von rund 2000 Ingenieuren gesichert werden könnten. Eine Einigung mit dem französischen Unternehmen Segula wurde noch nicht berichtet.


Opel-Chef: Entwicklungszentrum bleibt das Herz von Opel


Mit dem angestrebten Teilverkauf verliere Rüsselsheim die Fähigkeit, "Gesamtfahrzeuge" zu entwickeln, kritisierten dagegen die Vertrauensleute. Für den Fall eines Verkaufs verlangten sie ein "Sicherheitsnetz" für die betroffenen Kollegen. Ihnen solle ein Rückkehrrecht zu Opel eingeräumt werden. IG Metall und Betriebsrat stehen mit Opel in Verhandlungen über den möglichen Verkauf. Details wurden bislang nicht bekannt. Für die Beschäftigten gilt eine Jobgarantie bis Mitte 2023.

rei/dpa

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