11.09.2019 
Internationale Automobil-Ausstellung

Autohersteller stellen IAA in Frankfurt in Frage

3. Teil: Schaeffler betrachtet Krise auch als Chance für die Autoindustrie

Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld erachtet den Umbruch in der Automobilbranche eher als große Chance denn als Risiko für die Zulieferindustrie. "Ich sehe den Wandel als große Chance, wenn man es jetzt richtig macht und das Unternehmen für die nächsten Jahre ausrichtet", sagte Rosenfeld am Rande der internationalen Automesse IAA in Frankfurt.

Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden des Auto- und Industriezulieferers aus dem fränkischen Herzogenaurach wird es die Zulieferbranche trotz der derzeitigen Branchenkrise auch im Jahr 2030 noch geben. "Die Zulieferindustrie ist eine sehr vitale Industrie, wenn wir uns auf unsere Kernkompetenzen fokussieren", gab sich Rosenfeld zuversichtlich.


Im Video: Die IAA zwischen Elektromobilität und Klimawandel

Gleichwohl stünden die Zulieferer in Anbetracht der Elektromobilität vor großen Herausforderungen. Mit Blick auf die Jobs dürfe man sich nichts vormachen. "Der Elektroantrieb braucht weniger Teile. Insofern ändert sich auch die Wertschöpfung", befand Rosenfeld. Auf den damit einhergehenden Wandel müssten sich die Zulieferer einstellen. "Das heißt aber nicht, dass von heute auf morgen tausende Arbeitsplätze nicht mehr da sind. Denn so ein Wandel kommt nicht über Nacht." Dennoch sei klar, dass da etwas auf die Unternehmen zukomme, mit dem sie sich proaktiv beschäftigen müssten.

Schaeffler leidet wie viele andere Zulieferer unter der mauen Autokonjunktur und ist noch vergleichsweise stark vom klassischen Verbrenner abhängig. Der Schwenk hin zur Elektromobilität ist daher groß. Das Unternehmen komme aus einer Welt, in der es jahrelang einer der führenden Zulieferer für den Verbrennungsmotor war, sagte Rosenfeld. "Wir haben uns nicht defensiv auf die Elektromobilität zubewegt, sondern eher aggressiv. Wir sind da gut positioniert."

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