03.05.2019 
Wettlauf um "Gigafactory" für Elektroauto-Akkuzellen

Daimler setzt auf Batteriezellen aus Sachsen-Anhalt

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4. Teil: Deutsch-französische Batteriekonsortium: EU muss Projekt fördern, fordert PSA-Chef Tavares

Deutsch-französisches Batteriekonsortium: Opel zieht in einem deutsch-französischen Konsortium für die milliardenschwere Batteriefertigung in Europa mit. Weitere Partner seien die Opel-Muttergesellschaft PSA und der französische Batteriehersteller Saft, kündigten Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und sein französischer Kollege Bruno Le Maire Anfang Mai in Paris an.

Damit würden auch Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. Ziel sei es, die besten Batterien weltweit herzustellen. Dafür werde die beste verfügbare Technik eingesetzt. 25 bis 30 Prozent des globalen Bedarfs an Elektrobatterien solle in Europa hergestellt werden. "Wir wollen auch exportieren", sagte Altmaier.

Die französisch-deutsche Batteriefertigung soll laut Altmaier bereits in drei Jahren anlaufen: "Meine Hoffnung ist, dass es 2022 so weit ist", erklärte Altmaier. Die EU-Kommission habe erlaubt, dass die Fertigung mit bis zu 1,2 Milliarden Euro öffentlichen Geldern gefördert werden könnte, sagte Le Maire. Die nötigen Investitionen würden sich insgesamt auf fünf bis sechs Milliarden Euro belaufen, der Löwenanteil müsse von Unternehmen gestemmt werden.

Zwei Fabriken geplant - eine in Frankreich, eine in Deutschland

Es solle in Frankreich eine Pilotanlage geben sowie zwei Fabriken - eine in Frankreich, eine in Deutschland, mit jeweils rund 1500 Beschäftigten. Die EU-Kommission bekam bis Juni Förderanträge für ein europäisches Batterieprojekt, eine Entscheidung soll bis Ende Oktober fallen.

EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic hatte 2017 eine Batterie-Allianz auf den Weg gebracht. Ziel ist, rechtzeitig zu dem erwarteten Boom von Elektroautos in Europa Batteriefabriken aufzubauen. Bisher werden nach offiziellen Angaben rund 84 Prozent der Batterien weltweit in Asien produziert und nur drei Prozent in Europa.

Der Peugeot-Hersteller PSA hatte Opel vor knapp zwei Jahren übernommen und saniert den deutschen Traditionshersteller mit eiserner Hand. Als deutscher Standort ist das Opel-Komponentenwerk in Kaiserslautern eingeplant.

Auf der Automesse IAA in Frankfurt Mitte September machte PSA-Chef Carlos Tavares allerdings klar, dass es die Batteriezellen-Werke nur mit EU-Unterstützung geben werde. "Wenn wir keine wasserdichte Zusage von der EU bekommen, dass Deutschland und Frankreich Zuschüsse für unsere geplante Batteriefabrik in Kaiserslautern geben dürfen, werden wir sie nicht bauen", stellte Tavares in einem Roundtable-Gespräch klar. Ohne Zuschüsse sei der Businessplan tiefrot, PSA beschließe keine Verlustprojekte. Falls man die Zusage nicht erhalte, werde man Zellen von chinesischen Unternehmen zukaufen.

Geplante Jahreskapazität: noch nicht bekannt

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