24.10.2019 
EXKLUSIV Radikalumbau der Mercedes-Sportwagentochter

Ola Källenius will AMG-Absatz verdoppeln

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Daimler-Chef Ola Källenius will die Sportwagenmarke AMG zu einer noch stärkeren Gewinnsäule seines Unternehmens ausbauen. Dazu plant er eine Umpositionierung der wuchtigen Marke als Anbieter nachhaltiger Mobilität. Ähnlich wie beim Konkurrenten Porsche sollen die Modelle zügig auf Elektroantrieb und Plug-in-Hybride umgestellt werden. Daimler habe für AMG auch das Ziel, ähnliche Absatzzahlen wie Porsche zu erreichen, heißt es im Unternehmen. Porsche hat 2018 gut 250.000 Autos verkauft; etwa doppelt so viel wie die Mercedes-Sportwagentochter.

Källenius geht davon aus, dass 2030 jeder zweite verkaufte Mercedes elektrifiziert fahren wird. Die beschleunigte Neuausrichtung erfolgt nicht ganz freiwillig. Ab 2020 gelten strengere CO2-Grenzwerte in der Europäischen Union. Noch ist Mercedes weit davon entfernt, das für das Unternehmen gültige Ziel von 102 Gramm Kohlendioxid je Kilometer zu erreichen. Modelle von AMG stoßen meist sogar mehr als doppelt so viel des klimaschädlichen Gases aus wie erlaubt. Verfehlt Mercedes den individuellen Grenzwert, drohen empfindliche Strafen.

Källenius präsentiert seine Zukunftsstrategie intern unter dem Schlagwort "Electric First". Investoren und Analysten will er seinen Plan Mitte November in London und New York vorstellen. Nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr 2019 wird der neue Chef die ökologische Neuausrichtung des Konzerns mit einem Sparprogramm verbinden. Dabei helfen sollen unter anderem neue Fahrzeugarchitekturen. Sie sollen - anders als bei der ersten Mercedes-Elektrogeneration - sowohl Batterie- als auch Verbrennungsantriebe aufnehmen können. Die ersten darauf basierenden Modelle könnten ab 2024 auf den Markt kommen.

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