11.02.2019 
Januar-Absatz sinkt um 6,7 Prozent

Mercedes startet schwach ins Jahr 2019

Daimlers Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars hat das Jahr wegen auslaufender Modelle mit einem spürbaren Absatzrückgang begonnen. Die Marke mit dem Stern lieferte im vergangenen Monat 180.539 Neuwagen aus, das war ein Rückgang um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Vor allem in Europa, darunter auch im Heimatmarkt Deutschland, sowie in Nordamerika stockte der Absatz von Premiumfahrzeugen mit dem Stern. Abgefedert wurde der schwache Jahresstart vom wichtigsten Einzelmarkt China, der um 4,8 Prozent zulegen konnte. Aber auch im Rest Asiens ging der Absatz zurück. Der Absatz des Kleinwagens Smart sank um 10 Prozent auf knapp 8300 Stück.

Mercedes-Benz Cars habe damit aber noch immer den zweitbesten Januar-Wert erreicht, wie Daimler am Montag mitteilte. "2019 wird ein herausforderndes Jahr für die gesamte Branche", erklärte Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger. Dank neuer Modelle gehe der Autobauer von einer Erholung im zweiten Halbjahr und leichtem Absatzwachstum im Gesamtjahr aus.

Das erste Quartal ist demnach durch das Auslaufen von Modellen wie den Kompaktwagen B-Klasse und CLA und dem Oberklasse-SUV GLE belastet. Das in den vergangenen Jahren aufgebaute Geländewagen-Angebot von Daimler ist in die Jahre gekommen.

Die Konkurrenz aus Bayern hat mit dem BMW X5 oder dem Audi Q3 neuere Modelle am Markt. Mercedes setzt jedoch darauf, dass die Neuauflagen des GLE und mehrerer Kompaktwagen den Absatz im zweiten Halbjahr ankurbeln.


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Daimler hatte vergangene Woche nach einem Gewinneinbruch Jahr die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr gekürzt. Zugleich bereitete der scheidende Konzernchef Dieter Zetsche die Anleger auf ein schwieriges Jahr 2019 vorbereitet: So traut sich Daimler nach einer auf 7,8 Prozent abgerutschten Umsatzrendite in der Pkw-Sparte im laufenden Jahr lediglich zwischen 6 und 8 Prozent zu. In der Regel peilt der Konzern hier einen Wert von 8 bis 10 Prozent an.

rei/Reuters/dpa

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