30.01.2019 
Milliarden für autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz

Bosch will 25.000 Software-Experten einstellen

2. Teil: Bosch wagt keine Umsatzprognose und stellt sich auf schwieriges Jahr 2019 ein

Um weiterhin die milliardenhohen Vorleistungen für neue Technologien - also Elektroautos, Digitalisierung und Mobilitätsdienste - stemmen zu können, will Bosch auch künftig stärker wachsen als seine einschlägigen Märkte, allen voran die Automobilproduktion.

Kein leichtes Unterfangen, was auch daran erkennen lässt, dass sich Bosch für 2019 noch keine Umsatzprognose zutraut. Ausschlaggebend für den verhaltenen Ausblick seien geopolitische Entwicklungen wie der offene Ausgang des Brexits und diverse Handelsstreitigkeiten, sagte Finanzchef Stefan Asenkerschbaumer.

Neben einer weltweit sinkenden Autoproduktion geht Bosch-Chef Volkmar Denner auch weiter von rückläufigen Dieselanteilen im Pkw-Markt aus. Der schwächelnde Automarkt, Handelsstreitigkeiten und ungünstige Wechselkurse hatten bereits im vergangenen Jahr Boschs Bilanz belastet:

Umsatz sinkt leicht, Ergebnis auf Vorjahresniveau

So verringerte sich der Umsatz durch die Währungsumrechnung allein um zwei Milliarden Euro, bereinigt um Sondereinflüsse stieg er um 1,5 Prozent auf knapp 78 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen lag mit 5,3 Milliarden Euro oder 6,9 Prozent vom Umsatz auf Vorjahresniveau - einen ähnlichen Wert peilt Bosch auch für dieses Jahr an. Die größte Sparte, die Autozulieferung Mobility Solutions, erlöste mit 47 Milliarden Euro 2,3 Prozent mehr.

Immer mehr mache sich ein Muster breit, sagte der Finanzchef. "Ein zunehmender, teils aggressiver Nationalismus, der sich in der Wirtschaftspolitik in Form von Protektionismus, Strafzöllen und aufgekündigtem Freihandelsabkommen zeigt".

Bei einem harten Brexit, auf den sich Bosch mit seinen Werken in Großbritannien vorbereitet, rechnet Asenkerschbaumer allein mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag an Zöllen. Für 2019 hat sich der Konzern vorgenommen, einen operativen Gewinn von mehr als fünf Milliarden Euro zu erwirtschaften.

rei/Reuters/dpa

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