15.03.2019 
Herausforderungen nach Gewinneinbruch wachsen

BMW bereitet sich auf Chaos-Brexit vor

2. Teil: Gewinn bricht ein, Dividende wird gekürzt

Im vergangenen Jahr hat BMW angesichts der Schwierigkeiten auf den weltweiten Automärkten einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn sackte um fast 17 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro ab. Grund waren die eingangs erwähnten Probleme. Zudem blieben die Aufwendungen für neue Technologien für die Zukunftsfelder wie autonomes Fahren und Elektromobilität hoch, begründete der Konzern.

Deshalb will der Konzern seine Sparanstrengungen erhöhen und zum Beispiel seine Modellauswahl einschränken. Für den 3er Gran Turismo etwa soll es keinen Nachfolger geben soll. Auch sollen die Aktionäre mit 3,50 Euro 50 Cent weniger Dividende je Stammaktie erhalten.

Der Umsatz 2018 ging um 0,8 Prozent auf 97,5 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel konzernweit um 7,9 Prozent auf 9,12 Milliarden Euro, lag damit aber etwas über den Erwartungen.

So recht wussten die Investoren das Nachrichtengemisch nicht einzuschätzen: Die Aktie von BMW fuhr nach Bekanntgabe der Zahlen Achterbahn. So tauchten die Papiere zunächst auf minus 1,4 Prozent ab, drehten dann jedoch mit plus 1,6 Prozent auf ein neues Tageshoch und notierten zuletzt knapp noch ein Prozent im Plus.

Im Kerngeschäft mit dem Automobilbau ging die Marge 2018 um 2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent zurück. Der Vorsteuergewinn, in dem auch die Beteiligungsgewinne aus dem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen enthalten sind, lag mit 9,82 Milliarden Euro 8,1 Prozent unter dem Vorjahr.

"Die Herausforderungen für die gesamte Industrie nehmen in den nächsten Monaten nicht ab", sagte Vorstandschef Harald Krüger. Großbritannien und der Brexit lassen grüßen.

rei mit Nachrichtenagenturen

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