24.02.2019 
Gewinn von Berkshire Hathaway eingebrochen

Drängende Fragen an Warren Buffett

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2018 lief es nicht so gut für Warren Buffetts Gesellschaft Berkshire Hathaway. Ein schwaches Schlussquartal drückte den Jahresgewinn drastisch. Tatsächlich aber drängt den Starinvestor ein anderes Problem: Wohin mit dem vielen Geld? Auch auf eine andere brennende Frage unter den Investoren gibt Buffett keine Antwort. Noch nicht.

US-Starinvestor Warren Buffett zählt zu den reichsten Menschen der Welt. Auch wenn es im abgelaufenen vierten Quartal für seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway alles andere als gut gelaufen ist, verfügte sie zum Jahresende immer noch über 112 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Investoren dürfte daher vor allem die Frage interessieren: Wohin mit dem vielen Geld?

Tatsächlich kennt der Altmeister derzeit nicht die rechte Antwort. Aktuell jedenfalls seien die Aussichten auf einen größeren Zukauf für seine Beteiligungsgesellschaft "nicht gut". "Die Preise für Unternehmen mit guten langfristigen Perspektiven sind sehr hoch", schrieb Buffett am Samstag in seinem Brief an seine Aktionäre. Aber er gebe die Hoffnung nicht auf.

Schwaches viertes Quartal frisst Großteil des Jahresgewinns 2018 auf

Im vergangenen Jahr lief es für das Unternehmen aus Omaha alles andere als rund: Im vierten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von 25,4 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 32,6 Milliarden Dollar im Jahr zuvor, teilte die Gesellschaft am Samstag mit.

Im Gesamtjahr schmolz der Nettogewinn um gut 90 Prozent auf vier Milliarden Dollar und damit den niedrigsten Wert seit 2001. Operativ sah es besser aus: Hier betrug das Ergebnis im vierten Quartal 5,7 Milliarden Dollar, im Gesamtjahr 24,8 Milliarden Dollar.

Als Grund für den Quartalsrückgang nannte Berkshire vor allem Kursverluste bei den Investments sowie Abschreibungen in Höhe von rund drei Milliarden Dollar - letztere vor allem beim US-Lebensmittelriesen Kraft Heinz, der am Donnerstag rund 15 Milliarden Dollar auf den Wert seiner Marken abgeschrieben hatte. Berkshire Hathaway hält 26,7 Prozent an dem Ketchup-Konzern. Ins Kontor schlug auch der Kursverfall bei Apple.

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