28.06.2018 
Zustimmung andernorts steht aus

US-Kartellwächter genehmigen mögliche Disney-Fox-Fusion

Der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney hat in seiner Heimat die kartellrechtliche Genehmigung zur milliardenschweren Übernahme von Teilen des Medienkonzerns Twenty-First Century Fox erhalten. Auflage sei der Verkauf von 22 regionalen Fox-Sportsendern, teilte das Justizministerium in Washington am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

Disney hatte die Abspaltung von solchen Kanälen als Entgegenkommen an die Wettbewerbsbehörden ins Gespräch gebracht. Der Konzern bot in diesem Zusammenhang an, Geschäftsteile mit Gewinnen von insgesamt bis zu einer Milliarde Dollar zu veräußern.

Mit dem Einverständnis der US-Behörden ist Disney aber noch nicht am Ziel, weil die Zustimmung der Wettbewerbshüter in mehreren anderen Ländern noch aussteht.

Der Unterhaltungsriese hat 71,3 Milliarden Dollar für das Film- und Fernsehgeschäft von Fox geboten und damit den Kabelkonzern Comcast ausgestochen. Beide Unternehmen lieferten sich angesichts wachsender Konkurrenz von Netflix und Amazon einen Bieterwettkampf um Fox-Sparten, die Film-Hits wie "Avatar" und "Titanic" sowie die TV-Serie "Die Simpsons" hervorgebracht haben. Disneys Plan ist, mit der Übernahme Schwächen innerhalb des 1923 von den Mickey-Mouse-Erfindern gegründeten Konzerns auszugleichen.

rei/Reuters

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