26.07.2018 
Zwischen Mindestlohn und 500.000 Euro Preisgeld

Das verdienen Tour-de-France-Fahrer

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4. Teil: Was bringt ein Etappensieg bei der Tour ein?

Die Tour de France ist die größte Geldmaschine im Welt-Radsport. 100 Millionen Euro Umsatz macht alleine der Veranstalter, die Amaury Sport Organisation (ASO) - alleine das Sponsoring des Gelben Trikots kostet aktuell 7 Millionen Euro. Einen Teil der Sponsoring-Gelder schüttet die ASO an die Fahrer aus: Nicht nur für den Gesamtsieg in Paris oder den Gewinn des gepunkteten oder grünen Wertungstrikots gibt es Prämien. Auch, wer auf einzelnen Etappen als erster die Sprint- oder Bergwertungsstationen erreicht, gewinnt ein wenig Geld. Knapp 2,3 Millionen Euro sind insgesamt im Topf.

Ein knappes Viertel davon, 500.000 Euro, gehen an den Mann, der das gelbe Trikot am letzten Tag der Tour nach Paris trägt; der Zweitplatzierte erhält immerhin noch 200.000, der Drittplatzierte 100.000 Euro. Doch auch einzelne Tage in gelb lohnen sich: Peter Sagan, der das "maillot jaune" nach seinem Sieg auf der zweiten Etappe 2018 für einen Tag trug, konnte sich dafür 500 Euro gutschreiben lassen.

Wer auf der allerletzten Etappe im Wertungstrikot (grün für Sprints, gepunktet für Bergwertungen) über die Champs-Elysees fährt, bekommt dafür 25.000 Euro; jeder Tag in grün oder gepunktet ist 300 Euro wert. Dem von einer Jury ausgewählten kämpferischsten Fahrer der Tour winken 20.000 Euro; der "combatif du jour", der kämpferischste Fahrer eines Tour-Tages, erhält pro Etappe 2000 Euro. (Es gibt noch weitere große und kleine Preisgelder - eine sehr ausführliche Auflistung finden Sie etwa bei Eurosport.)

Gute Auftritte bei der Tour lohnen sich also. Doch auch wenn Solo-Ritte über Alpenpässe und hart ausgefochtene Sprint-Duelle am Ende von Etappen etwas anderes suggerieren mögen: Der Radsport ist ein Teamsport. Entsprechend wandern die individuellen Preisgelder üblicherweise in die Teamkasse, um am Ende anteilig an alle Beteiligten ausgeschüttet zu werden.

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