08.01.2019 
Softbank investiert 2 statt 16 Milliarden Dollar in Wework

Woran Masayoshi Sons Traum gescheitert ist

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Herber Rückschlag für den Chef des japanischen Softbank-Konzerns Masayoshi Son: Der erfolgsverwöhnte und für seine milliardenschweren Investments bekannte Manager muss sich einen Einstieg als Mehrheitsaktionär bei dem Coworking-Startup WeWork (künftig The We Company) erst einmal abschminken.

Statt wie kolportiert mit einem 16-Milliarden-Dollar-Investment die Mehrheit an dem New Yorker Immobilienvermittler zu übernehmen, steckt das japanische Unternehmen Zeitungsberichten zufolge nun "lediglich" zwei Milliarden Dollar in das Unternehmen aus New York. Der von Son initiierte milliardenschwere "Vision Fund" , der bereits seit 2017 für 4,4 Milliarden Dollar mit 20 Prozent an WeWork beteilligt ist, bleibt demnach bei diesem Investment sogar ganz außen vor, wie das "Wall Street Journal" und die "Financial Times" übereinstimmend berichten.

Gründe für das deutlich bescheidenere Investment bei einer Bewertung von nun angeblich rund 36 Milliarden Dollar wurden nicht kommuniziert. Allerdings gab es schon länger Berichte darüber, dass führende Investoren des Vision Fund - Vermögensfonds mit Verbindungen zu Saudi-Arabien und Abu Dhabi - Sons Begeisterung für WeWork und dessen Bewertung des Start-ups nicht in dem Maße teilen, wie dieser.

Zusammen mit dem Vision Fund ist die Softbank inklusive des neuen Investments mit mehr als 10 Milliarden Dollar bei WeWork investiert - was das Startup zu einer der größten Wetten von Masayoshi Son macht.

Während eine Milliarde direkt als Investment fließen soll, soll die zweite Berichten zufolge dazu verwendet werden, Aktien von bestehenden Investoren zu erwerben. Welche dies sein sollen und ob Investoren komplett aussteigen, wurde zunächst nicht bekannt.

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