22.01.2020 
Nach Scheitern der Fusionspläne von Siemens

Bombardier und Alstom sprechen über gemeinsames Zuggeschäft

Der Flugzeug- und Eisenbahnhersteller Bombardier und der französische Bahnproduzent Alstom könnten Kreisen zufolge ihr Zuggeschäft zusammenlegen. Beide Unternehmen hätten in den vergangenen Monaten entsprechende Vorgespräche geführt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Weder Bombardier noch Alstom wollten die Angelegenheit kommentieren.

Eine Kombination könnte auf Widerstand von Kartellbehörden stoßen. 2017 war über die Zusammenlegung der Zugsparten von Bombardier und Siemens spekuliert worden. Der deutsche Technologiekonzern hatte sich dann aber für Alstom als Partner entschieden. Im Februar 2019 hatte die EU-Kommission schließlich das Vorhaben trotz Warnungen vor einer zunehmenden Bedrohung durch chinesische Konkurrenz gestoppt.

Bombardier befindet sich derzeit in einer Krise. Die Kanadier hatten in der vorigen Woche den Kapitalmarkt mit einer Gewinnwarnung schockiert. Hintergrund für die um die Hälfte gestrichene Erwartung an die Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr ist auch das schlecht laufende Eisenbahngeschäft.

dpa-afx

Mehr zum Thema