25.03.2019 
Software-Panne bei der Flugsicherung

Lufthansa muss noch mehr Flüge streichen

Die Lufthansa muss wegen der andauernden Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung in Frankfurt am Main noch mehr Flüge als bisher bekannt streichen. Am Montag mussten nun am größten deutschen Flughafen 46 Flüge mit zusammen 4500 betroffenen Passagieren abgesagt werden, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Zunächst hatte die Gesellschaft von 22 Absagen berichtet.

Ein Software-Problem bei den Fluglotsen schränkt den Luftverkehr schon seit einigen Tagen über weiten Teilen Deutschlands ein. Als Ursache wird ein Software-Update aus dem Februar vermutet. Allerdings läuft das Programm in den anderen DFS-Centern in München, Karlsruhe und Bremen fehlerfrei. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei nicht gefährdet, hatte die DFS betont. Bereits seit Mittwochabend hat das bundeseigene Unternehmen die Verkehrsmenge für den Luftraum um ein Viertel reduziert, der von Langen bei Frankfurt aus kontrolliert wird.

Die DFS kann erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag versuchen, eine alternative Software zu installieren. Bis auf weiteres dürfen im Luftraum über Südwestdeutschland daher nur 75 Prozent der sonst üblichen Flugbewegungen stattfinden.

Die betroffene Software stellt nach früheren DFS-Angaben den Lotsen alle für den Flugverlauf wichtigen Daten jedes Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit. Die übrigen Sicherungssystems stünden uneingeschränkt zur Verfügung, und auch die übrigen Zentren der Flugsicherung für andere Lufträume seien nicht betroffen.

mg/dpa-afx

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