29.01.2019 
Howard Schultz' Pläne für die US-Präsidentschaft

Wie der Starbucks-Chef Donald Trump entthronen will

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3. Teil: Schultz versucht sich als Versöhner - und die Demokraten laufen Sturm

Er mache dies nicht um ein Verderber zu sein. Er mache dies für das amerikanische Volk, betonte er. Dabei verwies er auf eine aktuelle Gallup-Umfrage, der zufolge sich 42 Prozent der US-Bürger keinem der beiden politischen Lager zuordnen. Es sei ihm egal, welcher Partei jemand angehöre, erklärte Schultz. "Bringt mir Eure Ideen und ich werde jemand unabhängiges sein, der diese Ideen bereitwillig annimmt."

Bei den Demokraten und auf Twitter hält sich die Begeisterung für Schutz Vorstoß indes sehr in Grenzen. Gleich reihenweise riefen Nutzer des Kurznachrichtendienstes Schultz auf, von seinen Plänen Abstand zu nehmen.

Der Unternehmer, dessen Vermögen die Zeitschrift Forbes zuletzt auf 3,4 Milliarden Dollar schätzte, ist nicht der einzige Milliardär mit Präsidentschaftsambitionen. Auch dem früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg wird Interesse nachgesagt. Der Hedgefonds-Manager Tom Steyer (Farallon Capital) hat seine Präsidentschaftspläne indes wieder verworfen und will stattdessen im laufenden Jahr 40 Millionen dafür investieren, Trump seines Amtes zu entheben.

In der bisherigen US-Geschichte hat sich allerdings kein unabhängiger Kandidat je durchgesetzt. Als erfolgreichster unabhängiger Milliardärs-Kandidat der letzten Jahrzehnte gilt Ross Perot. Er war bei der Präsidentschaftswahl 1992 angetreten und hatte zeitweise sogar in Umfragen geführt, war aber wegen fehlender Wahlmännerstimmen erfolglos geblieben.

Anders als Ross stammt Schultz jedoch aus einer unterprivilegierten New Yorker Familie und hat den Aufstieg aus eigener Kraft geschafft. Die von ihm groß gemachte Kaffeekette Starbucks hat in den USA den Ruf, überdurchschnittlich sozial gegenüber ihren Beschäftigten zu sein und diese auch sozial und persönlich weiterzubilden - neben der Vermittlung geschäftlichen Fähigkeiten. Unter anderem unterstützt Starbucks Beschäftigte finanziell bei einem Studium.

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