29.01.2019 
Howard Schultz' Pläne für die US-Präsidentschaft

Wie der Starbucks-Chef Donald Trump entthronen will

Von

2. Teil: Womit Schultz schon jetzt um potenzielle Wähler wirbt

Während er Trump die Qualifikation zur Präsidentschaft absprach, gab der Kaffeeunternehmer einen Ausblick darauf, was die Wähler von einem Präsidenten Schultz zu erwarten hätten.

Den Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen nannte Schultz einen "enormen Fehler". Trumps aggressive Handelspolitik geißelte er als falsch - ebenso wie dessen ausschließliche Orientierung an eigenen Interessen. Es sei nicht im amerikanischen Interesse, sich mit Mexiko, Kanada, der Europäischen Union und der Nato anzulegen. "Das sind unsere Aliiierten", rüffelte er Trumps Außenpolitik. "Wir sind als Land viel besser als Teil der Weltordnung."

Bei den Demokraten stieß Schultz mit seiner Kandidatur dennoch auf wenig Gegenliebe, fürchten sie doch, dass er sie einen möglichen Sieg gegen Trump kosten könnte.

Sie habe zwei Worte für Howard Schultz bezüglich dessen möglicher Kandidatur als unabhängiger Präsidentschaftskandidat. "Just. Don't" (Mach's einfach nicht) schrieb die Vorsitzende der Demokratischen Partei in Washington, Tina Podlodowski, auf Twitter. Sie wolle ihre Ressourcen nutzen, um für die Wahl der Demokraten zu kämpfen, nicht für den Kampf gegen Howard Schultz.

Die Politaktivistin und frühere Beraterin von Hillary Clinton, Neera Tanden, kündigte einem Boykott gegen Starbucks an, sollte Schultz seine Ankündigung wahrmachen. "Ich werde keinen Penny ausgeben, der in der Kasse eines Mannes landet, der Trump dabei hilft, den Sieg einzufahren."

Schultz selbst, der kurz vor der Ankündigung seiner Kandidatur den ersten Tweet von seinem bereits 2012 eingerichtetet Twitter-Account sendete und sich von einem früheren Berater des verstorbenen republikanischen Politikers John McCain unterstützen lässt, wies die Kritik zurück.

2 | 3

Mehr zum Thema