04.11.2019 
Gehaltserhöhung auf 585.000 Euro

Mehr Geld für Bahn-Vorstände - Scheuer sieht "falsches Signal"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat eine geplante Gehaltserhöhung bei Bahn-Vorständen als "falsches Signal" bezeichnet. Scheuer sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur: "Deshalb habe ich bereits letzte Woche meinem Vertreter im Aufsichtsrat deutlich gemacht, die Überlegungen zu stoppen. Ich bin überzeugt, dem werden sich die weiteren Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat anschließen. Das Grundprinzip erst bessere Ergebnisse, dann bessere Vergütung, steht für mich ganz oben."

Der Bund ist Eigentümer der Deutschen Bahn. Die Bundesregierung ist im Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern vertreten.

Für einen Teil des bisher sechsköpfigen Bahn-Vorstandes ist eine Gehaltserhöhung von 400.000 auf 585.000 Euro im Jahr vorgeschlagen, wie am Sonntag aus Aufsichtsratskreisen verlautete. Das Kontrollgremium solle am kommenden Donnerstag darüber beraten. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" über die Pläne berichtet.

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Der Vorschlag für die Gehaltserhöhung für einen Teil des Vorstandes gehe auf ein internes Gutachten der Unternehmensberatung Kienbaum zurück, die die Vorstandsgehälter bei der Bahn untersucht habe, hieß es. Danach seien die Einstiegs-Gehälter für Bahn-Vorstände im Vergleich zu anderen großen Unternehmen zu niedrig. Der Plan sehe vor, die Gehälter für die Vorstände anzuheben, die in ihrer ersten Amtszeit seien.

la/dpa

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