04.02.2019 
Fünf Regeln für Kulturwandel und Mobilisierung

Mach neu, mach anders, mach besser!

Von Dominic Veken

4. Teil: Kontext: Lenken, wie man weiter kommt!

Kultur kann man als "Gesamtheit der Gewohnheiten" definieren, der Denk-, Verhaltens-, Kommunikationsgewohnheiten, und wir wissen alle, wie hartnäckig Gewohnheiten sind und wie viele Tricks und wieviel Durchhaltevermögen es braucht, sie zu verändern. Gutes Zureden und guter Wille reichen da nicht weit. Hierzu bedarf es einer wohlüberlegten Kombination aus intrinsischer Motivation und extrinsischen Faktoren. Neben einem orientierenden Nordstern braucht es deshalb ein klares System von Konditionierungselementen, das die Kultur der Organisation über den Kontext beeinflusst. Man muss schon auch die Prozesse, die Strukturen und die Rollen neu definieren. Kultur direkt durch Kulturveränderungsmaßnahmen anzuspielen, ist alleine selten erfolgreich.

Was wird wie geregelt? Was wird belohnt? Was wird bestraft? Die Beantwortung dieser Fragen gehört zu einer ganzheitlichen, gelingenden Mobilisierung zwingend dazu. Am besten aus Mitarbeitersicht, damit man genau die richtigen Themen und Probleme adressiert und alle Mitarbeiter auch wirklich mitziehen. Auch hierzu gibt es heute Tools wie "Employee Journeys", die alle Kulturfaktoren systematisch verstehen und gestalten und somit ein holistisches Management aller Einflussfaktoren zur Kulturlenkung ermöglichen.

Ein schönes Beispiel für Context-Veränderung: Netflix hat seine Urlaubs- und Reisekostenregelung von seitenlangen Pamphleten auf totale Selbstbestimmung umgeschaltet. Jetzt gibt es nur noch zwei kleine Sätze, die besagen, dass Reisen und Urlaube im Interesse des Unternehmens erfolgen sollen - was jeder daraus macht ist seine Sache!

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