04.02.2019 
Fünf Regeln für Kulturwandel und Mobilisierung

Mach neu, mach anders, mach besser!

Von Dominic Veken

3. Teil: Bewusstsein: Aufbrechen, wo man hinwill!

Positive Beispiele für orientierende Nordsterne gibt es viele. Die Washington Post ist beseelt von der der tiefen Überzeugung "Democracy dies in Darkness". Nike hat mit "If you have a body, you're an athlete" seine Formel gefunden, Menschen dabei zu unterstützen, zu dem zu werden, was sie sein können. Von Google weiß inzwischen jeder, dass Google allen Menschen jede Information zugänglich machen will. Und SpaceX möchte mit seiner "Mission to Mars" die Menschen sogar multiplanetar machen.

Mobilisierung funktioniert, wenn man weiß, wo man hinwill. Und wenn man weiß, wo man heute steht. Denn nur wenn beides klar ist, kann man ein kraftvolles Narrativ erzählen für den Weg, den man gemeinsam gehen will. Nur dann entsteht die Lust, der Wille, die Energie, aufzubrechen, dabei sein zu wollen. Nun ist das mit der Kultur so ein Problem. Meistens wird dieses Thema als weich, als "fluffy", als wenig greifbar wahrgenommen. Und so erscheint es schwierig zu verstehen, was die Kulturgegenwart ausmacht.

Doch in den letzten Jahren haben sich einige Instrumente entwickelt, die Kultur plötzlich fassbar machen. Wie die Erfindung von GPS-Systemen in der mobilen Navigation wirken Tools wie Culture-DNA, Business Culture Design oder Objectives & Key Results (OKRs: ein an den Purpose gebundenes agiles Bottom-up-Zielsystem) für die Kulturentwicklung in Organisationen. Mit diesen Tools entstehen plötzlich völlig neue Steuerungssysteme, durch die nicht mehr das Verhalten nach dem bestehenden Kulturmuster bonifiziert, sondern ein Ausbruch und Aufbruch aus diesem belohnt wird.

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