15.01.2019 
Digitalagentur Dept vergrößert sich

Der Wettlauf um die digitalen Werbemillionen

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Dass Onlinehändler wie Zalando oder About You als "digital natives" ziemlich genau wissen, welche Knöpfe sie digital bei ihren Kunden drücken müssen, liegt nahe. Doch auch klassische Unternehmen wollen auf die richtigen Influencer setzen, mit den richtigen Claims in den sozialen Medien präsent sein und sicher sein können, dass sie in Sachen Suchmaschinenoptimierung bestens aufgestellt sind. Und sie suchen sich dafür immer mehr und immer umfangreichere Hilfe von außen.

Ein Job, den lange Jahre klassische Digitalagenturen übernahmen. Doch angesichts eines digitalen Werbevolumens von fast zwei Milliarden Euro jährlich, das selbst Fernsehwerbung mittlerweile überrundet hat, bekommen die oft kleinen Digitalagenturen zunehmen Konkurrenz von größeren Akteuren. Diese wollen vom wachsenden Kuchen etwas abhaben und derartige Dienstleistungen gerne selbst den Kunden angedeihen lassen.

Die Konkurrenz kommt dabei gleich von mehreren Seiten: Zum einen von klassischen Agenturen und Netzwerken, die sich entweder Digitalagenturen einverleiben oder bereits bestehende separate Tochterfirmen in ihr klassisches Agenturgeschäft integrieren. Ein Beispiels hierfür wäre der Kauf der Digitalagentur Namics durch das Dentsu-Aegis-Netzwerk.

Zum anderen von Beratungsunternehmen wie Accenture, die über den Kauf von Digital- oder Kreativagenturen wie SinnerSchrader oder Kolle Rebbe ihre Dienstleistungen für Kunden erweitern.

Und auch Verlage versuchen zunehmend, von dem zweistellig wachsenden Kuchen ein Stück abzubekommen, wie die Gründung der Digitalagentur Rosa und Leo durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" nahelegt.

Eine Entwicklung, die klassische kleinere Digitalagenturen zunehmend vor Probleme stellt. Schließlich sind sie oft nur Experten für einzelne digitale Dienstleistungen. Und müssen Unternehmen, die zusätzliche Services wollen, dann an andere Unternehmen weiterleiten. Ein Angebot, das angesichts der Bedeutung, die das digitale Werbegeschäft mittlerweile innehat, nicht nur für große Unternehmen zunehmend unbefriedigend wird.

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