11.08.2016 
Co-Living für digitale Nomaden

Wohnungslos und erfolgreich

Von
WeLive

3. Teil: Apartments mit Sozial-Anschluss

Geht es nach dem Start-up, soll das neue Wohn-Konzept der Renner werden. Schon 2018 will WeWork rund ein Fünftel seines Umsatzes mit den so-genannten Co-Living-spaces erwirtschaften. Danach, so WeWork-Chef Adam Neumann, könnte der Umsatz-Anteil auch auf mehr als 50 Prozent steigen.

Neumann ist mit seinen Plänen nicht allein. Der britische "Members-Only"-Club Soho-House, der weltweit diverse Häuser für seine meist aus der Kreativbranche stammenden Mitgliederschaft betreibt, bietet seinen Mitgliedern schon seit längerem Appartments in seinem Haus an der Berliner Torstraße an. Die sind etwas größer als das Start-Angebot bei WeLive. Ähnlich wie dort können die Nutzer aber auch Gemeinschaftsräume nutzen.

Ein Konzept, das offenbar aufgeht: Soho-House-Gründer Nick Jones jedenfalls denkt nach eigenen Worten bereits über eine Ausweitung des Living-Konzeptes nach. In Weworks ureigenes Terrain ist Soho-House bereist vorgedrungen. Ein erster Coworking-Space eröffnete kürzlich in London. Weitere in Los Angeles und Istanbul sollen folgen.

Einer der europäischen Hotspots für Co-Living ist aktuell London. Hier hat bereits 2015 mit the Collective Old Oak der nach eigenen Angaben größte Co-Living-Space Europas aufgemacht. Rund 500 Zimmer für einen Preis ab 250 Euro pro Woche können Kunden dort mieten - die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Spa, Fitnessstudio und Putzdienst eingeschlossen.

Für Miropolski wäre das Old Oak allerdings wahrscheinlich schon zu unflexibel. Ab September beträgt die Mindestmietdauer dort neun Monate. Zu lang für einen echten digitalen Nomaden wie ihn.

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