09.05.2018 
Nach Trumps Kündigung des Atom-Abkommens

Öl wird teurer, Airbus verliert Lizenz

Die deutsche Wirtschaft hat schockiert auf Donald Trumps angekündigten Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran reagiert. "Die deutsche Industrie bedauert den Rückzug der USA aus dem so mühselig und langwierig verhandelten Atomabkommen zutiefst", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Dienstag unmittelbar nach Trumps Ankündigung. Kempf warb für ein deutliches Bekenntnis zum Abkommen der EU.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte in der Erwartung der Entscheidung gewarnt, damit könnte der Aufschwung im deutschen Iran-Geschäft der vergangenen Jahre abrupt abgebremst werden. "Das zarte Pflänzchen, das sich da zuletzt entwickelt hat, könnte dadurch wieder zertreten werden", erklärte der Außenwirtschaftschef des DIHK Volker Treier. Kurz vor Trumps Ankündigung sagte er der Nachrichtenagentur Reuters: "Der Schaden würde über das Bilaterale hinausgehen."

"Enttäuscht, aber nicht überrascht" - internationale Reaktionen im Video

Kurz nach Trumps Ankündigung hatte Richard Grenell, neuer US-Botschafter in Deutschland, den Rückzug der deutschen Wirtschaft aus Iran gefordert. Deutsche Unternehmen, die im Iran Geschäfte machten, sollten diese "sofort runterfahren", schrieb er auf Twitter:

In einzelnen Branchen zeichnen sich bereits erste Folgen des gebrochenen Deals ab - ein Überblick:

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