23.05.2020 
Coronavirus und die Folgen

Studie bestätigt - Remdesivir hilft Covid-19-Patienten


- Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Europa ist auf mehr als zwei Millionen gestiegen. Zwei Drittel der insgesamt 2.001.995 Corona-Fälle wurden in Russland, Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich verzeichnet, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben vom Samstag ergab. 173.133 Infizierte starben demnach.Europa ist bislang der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit wurden mittlerweile 5,2 Millionen Infektionsfälle und rund 339.000 Todesfälle registriert.

- Die US-Regierung will bestimmte ausländische Profi-Sportler wieder in die Vereinigten Staaten einreisen lassen. Das teilte das Heimatschutzministerium am Freitag (Ortszeit) mit. "In der heutigen Zeit brauchen die Amerikaner ihren Sport. Es ist an der Zeit, die Wirtschaft wieder zu öffnen und unsere professionellen Athleten an die Arbeit zu lassen", sagte Heimatschutzminister Chad Wolf. Er unterzeichnete eine Anordnung, wonach ausländische Profi-Sportler inklusive ihres essentiellen Betreuerstabs sowie ihrer Angehöriger trotz der geltenden Corona-Beschränkungen in die USA einreisen dürfen. Gelten soll dies für Athleten aus der Baseball-Liga MLB, der Eishockey-Liga NHL, der Basketball-Ligen NBA und WNBA sowie für Profis aus dem Tennis und Golf.

- Beim europäischen Streit über einen Wiederaufbauplan für die Wirtschaft nach der Corona-Krise hält CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt einen Kompromiss für denkbar. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, regte Dobrindt an, die konkurrierenden Vorschläge von Deutschland und Frankreich sowie Österreich, Schweden, Dänemark und den Niederlanden zu kombinieren. Beide Entwürfe bewegten sich "innerhalb der europäischen Verträge", zitierte die Zeitung ihn. Deswegen könnte "eine Kombination der beiden Vorstellungen, ohne das Finanzvolumen zu erhöhen, ein Weg sein, um die europäische Solidarität und den Zusammenhalt zur Bewältigung der Corona-Krise zu stärken".

Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten jüngst ein Konzept für einen Wiederaufbauplan im Umfang von 500 Milliarden Euro unterbreitet. Das Geld soll von der EU-Kommission als Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über den EU-Haushalt als Zuwendungen verteilt werden. Krisenstaaten wie Italien oder Spanien, aber auch betroffene Branchen könnten Zuschüsse bekommen. Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlanden machen sich in einem Gegenentwurf dafür stark, die Wirtschaft mit günstigen Krediten statt mit Zuschüssen wieder in Schwung zu bringen.

- Im besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Toten an einem Tag erstmals seit rund zwei Monaten wieder zweistellig. Am Freitag seien in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern 84 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Samstag. "Diese Nachrichten sind gute Nachrichten", sagte Cuomo weiter. "Das ist ein Zeichen, dass wir echte Fortschritte machen." Auch die Zahl der Neuinfektionen ging in dem Bundesstaat weiter zurück.

- Die Zahl der neuen Virus-Toten in den USA steigt wieder deutlicher als in den Vortagen an. Zuletzt habe es 1852 neue Fälle gegeben, teilt das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) mit. Am Freitag waren es 1089 gewesen, am Donnerstag 1397. Insgesamt liegt die Zahl der amtlich mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle damit bei 96.002. Die Zahl der Infizierten steigt um 24.268 auf knapp 1,596 Millionen. Hier hatte der Zuwachs nach Angaben des CDC am Freitag bei 20.522 und am Donnerstag bei 22.860 gelegen.

- Die Zahl der Virus-Toren in Spanien steigt um 48 auf 28.578. Die Zahl die positiv getesteten Personen legt nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 466 auf 235.290 zu.

- Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien schwächt sich ab. Die Zivilschutzbehörde teilte mit, zuletzt seien 119 Menschen an Covid-19 gestorben, nach 130 am Vortag. Insgesamt seien damit bislang 32.735 Personen den Virus-Folgen erlegen. Das ist - gemessen an den Angaben der jeweiligen Behörden - die dritthöchste Zahl weltweit hinter den USA und Großbritannien. Die Zahl der Infizierten stieg zuletzt um 669 nach 652 am Vortag und liegt nun bei 229.327.

- In Großbritannien sind weitere 282 Menschen mit bestätigter Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Gesamtzahl der Toten wuchs damit auf 36.675, wie die Regierung mitteilte. Die britischen Behörden ermitteln auch Totenzahlen aus der Gruppe der Corona-Verdachtsfälle, die regelmäßig höher liegen.

- In Indien sollen 3,6 Millionen wegen der Corona-Krise arbeitslos gewordene Wanderarbeiter mit Sonderzügen in ihre Heimatdörfer zurückgebracht werden. In den kommenden zehn Tagen werden 2600 Züge eingesetzt, um den in Mumbai und anderen Großstädten gestrandete Arbeitern die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen, wie die Regierung am Samstag mitteilte.

Die Ende März in Indien verhängte Ausgangssperre und die Einstellung des Zugverkehrs hatte die Wanderarbeiter bei der Rückkehr in ihre Heimat vor große Probleme gestellt. Zahlreiche Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben oder starben auf langen Fußmärschen an Hunger und Erschöpfung. In Indien wurden bislang rund 125.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 3720 Menschen starben. Am Samstag wurden 6600 neue Corona-Fälle gemeldet. Trotz der steigenden Zahl der Neuinfektionen will die Regierung die Corona-Beschränkungen schrittweise lockern.

- Tausende Spanier sind Aufrufen der rechtspopulistischen Vox-Partei gefolgt und haben gegen die Corona-Beschränkungen der Regierung protestiert. In Madrid fuhren Tausende mit Autos und Motorrädern hupend durch die Straßen, schwenkten spanische Fahnen und forderten Ministerpräsident Pedro Sanchez und seinen Stellvertreter Pablo Iglesias zum Rücktritt auf. In Sevilla und Barcelona gab es ähnliche Demonstrationszüge.

- Das Medikament Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead schlägt bei vielen Covid-19-Patienten offenbar an. Die Ergebnisse einer klinischen Studie aus den USA verstärken damit die Hoffnungen auf eine Therapie gegen das neuartige Coronavirus: Laut der am späten Freitag in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie verkürzt das antivirale Mittel Remdesivir die Genesungsdauer von Covid-19-Patienten um rund 30 Prozent. Weniger eindeutig war der Einfluss auf die Sterblichkeit.

An der Studie des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) nahmen 1063 Covid-19-Patienten in den USA sowie in neun weiteren Ländern in Europa und Asien teil. Sie erhielten zehn Tage lang entweder das vom US-Pharmakonzern Gilead hergestellte Mittel Remdesivir, das ursprünglich gegen Ebola entwickelt wurde, oder ein Placebo. Die mit Remdesivir behandelten Patienten benötigten im Mittelwert elf Tage, die anderen Patienten 15 Tage bis zur Genesung. Nach Angaben der Autoren der Studie wirkte das Mittel am besten bei Patienten, die noch nicht an Beatmungsgeräte angeschlossen werden mussten. Sie empfahlen deshalb, schon früh mit der Behandlung zu beginnen.

- Der Autobauer Jaguar Land Rover hat einen Bericht als "ungenau und spekulativ" zurückgewiesen, wonach er mit der britischen Regierung über Staatshilfen von mehr als einer Milliarde Pfund verhandle. Die Tochter der indischen Tata Motors teilte mit, sie sei regelmäßig in Gesprächen mit der Regierung über eine ganze Reihe von Themen. Der Inhalt der Gespräche sei vertraulich. Der TV-Sender Sky hatte berichtet, Jaguar habe wegen Finanzhilfen bei der Regierung angefragt.

- Spanien will ab Juli wieder Touristen ins Land lassen. Ab Anfang Juli könnten ausländische Besucher "unter sicheren Bedingungen" wieder einreisen, erklärte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstag bei einer Pressekonferenz in Madrid. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftssektor in Spanien und hat unter den Mitte März verhängten Corona-Auflagen stark gelitten.

Mehrere EU-Urlaubsländer haben bereits angekündigt, ihre Grenzen im Sommer wieder für Touristen zu öffnen. Griechenland kündigte den Start der diesjährigen Tourismussaison für den 15. Juni an. Internationale Flüge sollen demnach ab dem 1. Juli wieder schrittweise anlaufen. Italien will ab dem 3. Juni wieder Touristen ins Land lassen und die Flughäfen öffnen. Österreich will seine Grenzen zu Deutschland am 15. Juni öffnen. In den Niederlanden sollen Urlauber ab dem 1. Juli wieder Campingplätze besuchen dürfen. Die Bundesregierung will Mitte Juni ihre weltweite Reisewarnung aufheben und durch detaillierte Hinweise zu einzelnen Ländern ersetzen.

- Bei einem Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt haben sich offenbar 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Menschen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet seien betroffen, berichtete die "Frankfurter Rundschau" am Samstag unter Berufung auf das Gesundheitsamt. "Es handelt sich um ein sehr dynamisches Geschehen", wird der stellvertretende Amtsleiter Antoni Walczok zitiert. Wie viele Personen erkrankt oder infiziert seien, könne er nicht sagen. Das Land sei informiert. Der Main-Kinzig-Kreis teilte mit, allein 16 aktuelle Infektionen in seiner Region seien einer Veranstaltung in Frankfurt zuzuordnen.

Der "Frankfurter Rundschau" zufolge sollen sich die Gläubigen bei einem Gottesdienst am 10. Mai angesteckt haben. Die Gemeinde habe aber nichts Unrechtmäßiges unternommen. "Es gab keine Verletzung einer Rechtsverordnung", sagte Vize-Amtsleiter Walczok. In Hessen sind seit dem 1. Mai wieder Gottesdienste unter Wahrung von Abstands und Hygiene-Regeln erlaubt.

- Mundschutz ade? Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören. "Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen (Samstag). Die Details sollen nach Angaben einer Regierungssprecherin in der Kabinettssitzung am Dienstag beraten werden. An die Stelle der landesweiten Vorgaben sollen dann nur noch lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch.

- Frankreich hat für Einreisende aus Großbritannien und Spanien eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Damit reagiert die französische Regierung auf die von beiden Ländern erklärte Quarantäneverpflichtung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Die häusliche Isolierung gelte für Reisende aus europäischen Ländern, deren Behörden unkoordiniert eine 14-tägige Maßnahme für Reisende beschlossen hätten, die aus europäischen Ländern in ihr Hoheitsgebiet einreisen, teilte das Pariser Innenministerium mit. Für aus Spanien Anreisende soll die Bestimmung ab Montag (25. Mai) gelten, allerdings nur für Flugreisende. Spanien hat dieselbe Vierzehn-Tage-Maßnahme am 15. Mai eingeführt. Für Reisende aus Großbritannien soll die Regelung dann greifen, wenn die britische Regierung ihre angekündigten Einschränkungen umsetzt.

- Die Deutsche Bank hat einige ihrer Manager darum gebeten, freiwillig auf ein Monatsgehalt zu verzichten. "Das ist eine freiwillige Maßnahme im Sinne des Unternehmergeists und der Disziplin, mit denen wir unser Unternehmen leiten", teilte Konzernsprecher Jörg Eigendorf am Samstag mit. Zuvor hatte die "Financial Times" darüber berichtet. Demnach hätten sich Geschäftsführung und Mitglieder des Group Management Committees bereits auf einen freiwilligen Verzicht auf ein Monatsgehalt geeinigt. Nun wolle man einer größeren Gruppe von Senior Managern die Möglichkeit geben, Teil dieser Initiative zu sein, so Eigendorf weiter. Betroffen seien davon "wenige Hunderte" Mitarbeiter, wie ein Sprecher der Deutschen Bank auf dpa-Anfrage mitteilte.

Die Deutsche Bank treibt ihren 2019 eingeleiteten Konzernumbau trotz der Corona-Krise weiter voran. Der freiwillige Gehaltsverzicht sei ein Teil der Kostensenkungen, teilte ein Sprecher des Konzerns am Samstag mit. Deutschlands größtes Geldhaus hat sich aus einigen Geschäftsfeldern zurückgezogen und das Investmentbanking geschrumpft. Zudem soll bis Ende 2022 konzernweit die Zahl der Vollzeitstellen um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 sinken.

- Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande haben einen Gegenvorschlag zu dem deutsch-französischen Vorstoß für einen Corona-Wiederaufbauplan vorgelegt. Die vier "sparsamen" Länder sprechen sich darin für einen einmaligen Notfallfonds zur Stärkung der EU-Wirtschaft aus. Besonders wichtig sei den Staaten eine Befristung dieser Nothilfen auf zwei Jahre, hieß es am Samstag aus dem österreichischen Kanzleramt. In dem bereits mehrfach angekündigten Gegenentwurf machen die vier Staaten zudem deutlich, dass sie einer Vergemeinschaftung von Schulden und einer Erhöhung des EU-Budgets nicht zustimmen werden. Der Entwurf lag der Deutschen Presse-Agentur am Samstag vor. Lesen Sie hier mehr.

- Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Verfassungstag die Einschränkungen der Grundrechte in der Corona-Krise verteidigt. "Dieses Virus ist eine Zumutung für unsere Demokratie. Deshalb machen wir es uns natürlich mit den Beschränkungen von Grundrechten nicht einfach und deshalb sollen sie so kurz wie möglich sein. Aber sie waren notwendig", sagte Merkel am Samstag. Es sei gerade jetzt essenziell, die Prinzipien des Grundgesetzes zu achten, führte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast aus. "Ganz besonders ist dabei der Artikel 1 wichtig: Die Würde des Menschen ist unantastbar." Dazu gehöre auch, eine Überforderung unseres Gesundheitssystems zu verhindern, was bislang gelungen sei.

Bei den Lockerungen müsse die Verhältnismäßigkeit der Beschränkungen gewahrt bleiben. Es müsse immer wieder begründet werden, "warum wir etwas noch nicht aufheben und warum wir etwas schon lockern können". Sie sei sehr froh, dass die derzeitige Infektionslage es ermögliche, "schon viele Dinge wieder zu erlauben und möglich zu machen, die einige Wochen nur eingeschränkt da waren".

- Der neue Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, sieht die Grundrechte auch in Corona-Zeiten gewahrt. "Corona wirft viele verfassungsrechtliche Fragen auf. Aber die aktuelle Situation zeigt, dass das Grundgesetz auch für solch schwierige Phasen ein hervorragender Ordnungsrahmen ist", sagte Harbarth der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Samstag). Das Grundgesetz, das am Samstag seinen 71. Geburtstag feiert, sei "ein Glücksfall für Deutschland".

"Es gibt weder eine Aussetzung der Grundrechte auf Dauer noch eine Aussetzung im Augenblick", betonte Harbarth. "Die Grundrechte gelten, aber sie gelten anders als vor der Krise." So gelte etwa das Recht auf Versammlungsfreiheit mit "neuen Formen der Durchführung" - wie den Mindestabständen. "Aber die Grundrechte sind weiter intakt. Sie werden von den Gerichten in Deutschland geschützt, auch vom Bundesverfassungsgericht", sagte Harbarth.

- Der von der Corona-Krise schwer getroffene Reiseanbieter Tui will in einem Monat wieder nach Mallorca und zu anderen Zielen fliegen. "Ab Ende Juni wollen wir pünktlich zu den Sommerferien wieder fliegen", sagte Vorstandschef Fritz Joussen der "Rheinischen Post (Samstagausgabe). "Wir wollen Mitte/Ende Juni den Flugverkehr nach Mallorca wieder aufnehmen. Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien, Bulgarien sind ebenfalls sehr gut vorbereitet. Die Hotel-Saison soll dort spätestens am 1. Juli starten." Das Unternehmen spreche wie das Auswärtige Amt auch mit der Türkei, führte Joussen aus. "Es wird eine Dynamik der Öffnungen geben, weil es keinen Grund für einen dauerhaften Lockdown des Tourismus gibt." Zugleich forderte Joussen einen Rettungsschirm für Reisebüros.

- In Russland breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Behörden melden 9434 Neuinfektionen. Mit nunmehr insgesamt 335.882 bestätigten Ansteckungen verdrängt Russland Brasilien wieder knapp von Platz zwei. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 139 auf 3388. Mit Abstand weltweit die meisten nachgewiesenen Infektionsfälle weisen die USA auf. Dort waren es zuletzt mehr als 1,58 Millionen Infektionen und mehr als 94.600 Todesfälle.

- Trotz der Regierungspläne in Mexiko für ein allmähliches Wiederanfahren der Wirtschaft in der Coronavirus-Krise muss sich Volkswagen mit einem Neustart seiner Werke im Bundesstaat Puebla wohl noch etwas gedulden. Gouverneur Miguel Barbosa erklärte am Freitag, die Bedingungen, um die Aktivitäten in der Automobilindustrie und der örtlichen Baubranche wieder aufzunehmen, seien noch nicht gegeben. "Das Schlimmste steht noch bevor", teilte Barbosa angesichts zuletzt im Rekordtempo gestiegener Infektionszahlen in einem Erlass mit. Er wolle die Wirtschaft des Bundesstaates wieder öffnen, "aber nicht auf Kosten des Lebens der Menschen in Puebla". Volkswagen und die Tochter Audi haben große Werke in dem Bundesstaat und die Produktion dort wegen der Pandemie gestoppt.

Die mexikanische Regierung hatte am Montag Richtlinien für die Wiederaufnahme des Betriebs in der Automobil-, Bergbau- und Baubranche herausgegeben, um die Wiedereröffnung der Wirtschaft voranzutreiben. Die Unternehmen sollen den Behörden Gesundheitskonzepte für den Ausstieg aus der Corona-Sperre vorlegen. Binnen 72 Stunden soll ihnen dann mitgeteilt werden, ob sie den Betrieb wieder aufnehmen können.

- Die Nachfrage nach staatlichen Liquiditätshilfen in der Corona-Krise ist einem Bericht zufolge deutlich gestiegen. Bei der staatlichen Förderbank KfW seien bereits 44.089 Anträge für die Kreditprogramme eingegangen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag unter Berufung auf Unterlagen des Bundesfinanzministeriums mit Stand 18. Mai. Das Antragsvolumen summiere sich demnach auf inzwischen 42,3 Milliarden Euro. Darin enthalten seien einige besonders große Anfragen, über die noch nicht entschieden worden sei. Bewilligt worden sind dem Bericht zufolge 43.258 Anträge mit einem Volumen von 23,2 Milliarden Euro.

Besonders stark stieg demnach die Nachfrage nach dem KfW-Schnellkredit. Für das Mitte April eingeführte Angebot mit vollständiger Risikoübernahme durch die Bank habe das Antragsvolumen Ende April nach KfW-Angaben 794 Millionen Euro erreicht - bis zum 18. Mai sei die Zahl dem Papier aus dem Finanzministerium zufolge dann bereits auf 2,5 Milliarden Euro bei insgesamt 7397 Anträgen gestiegen.

Für Soforthilfen von Bund und Ländern für kleine Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten und Selbstständige seien mindestens 2,015 Millionen Anträge eingegangen. Bewilligt worden seien 1,573 Millionen. Das Antragsvolumen betrage 12,9 Milliarden Euro, bewilligt worden seien 12,3 Milliarden Euro. Die tatsächlichen Zahlen könnten wegen einer verzögerten Übermittlung der Daten an den Bund in diesem Bereich aber noch höher liegen, heißt es laut den Funke-Zeitungen in dem Papier. Steuererleichterungen, insbesondere Stundungen, seien in einem Volumen von insgesamt 807,2 Millionen Euro beantragt worden; 289,9 Millionen Euro wurden demnach bereits bewilligt. Von 2284 Bürgschaftsanträgen seien 1614 mit einem Volumen von 404,2 Millionen Euro bewilligt worden.

- In Frankreich ist seit Samstag wieder die Teilnahme an Gottesdiensten erlaubt. Das geht aus einem am selben Tag veröffentlichten entsprechenden Dekret hervor. Der französische Staatsrat hatte bereits am Montag die Aufhebung des wegen der Corona-Pandemie verhängten Verbots religiöser Zusammenkünfte innerhalb von acht Tagen gefordert und argumentiert, das "allgemeine und absolute Verbot" der Zusammenkünfte in Gotteshäusern stehe in "keinem Verhältnis zum Ziel der Erhaltung der öffentlichen Gesundheit".

Dem am Samstag veröffentlichten Dekret zufolge sind die Verwalter der Gotteshäuser verpflichtet dafür zu sorgen, dass die Gläubigen die Abstandsregeln einhalten, eine Gesichtsmaske tragen und sich die Hände desinfizieren. Zudem sind Eingangskontrollen vorgesehen, um einen großen Menschenandrang zu verhindern. Die Maßnahmen gelten demnach für alle Menschen ab elf Jahren. Gotteshäuser, die sich nicht an die Vorgaben halten, können von den Behörden geschlossen werden.

- Die Schweizer Bank Credit Suisse erwartet einen Stellenabbau durch die Corona-Pandemie. Bisher habe die Bank die Krise gut gemeistert, aber ein Zurück zur alten Normalität werde es nicht geben, sagte Konzernchef Thomas Gottstein der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ). "Mittelfristig werden wir sicher mit weniger Personal auskommen", sagte er. Viele Abläufe ließen sich noch verschlanken. Aber die Bank wolle auch wachsen, vor allem im Geschäft mit sehr vermögenden Kunden und im Asien-Geschäft.

- Dem Logistikkonzern Kühne + Nagel drohen als Folge der Coronavirus-Krise tiefe Einschnitte. "Es könnte sein, dass die Gruppe am Ende 20 bis 25 Prozent weniger Mitarbeiter haben wird als vorher," sagte Großaktionär Klaus-Michael Kühne der "Welt" (Samstagsausgabe). Vor allem gewerbliche Stellen in den Lagerhallen dürften betroffen sein. Gegenwärtig beschäftige der Konzern rund 83.000 Mitarbeiter. "Wir werden kleiner aus der Krise herauskommen, als wir es vorher waren. Es wird einen Abschmelzungsprozess und eine Re-Dimensionierung geben," sagte Kühne. Das Ergebnis der Gruppe werde in jedem Fall deutlich schlechter ausfallen als im vergangenen Jahr.

- Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, hat sich gegen eine Warnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump gewehrt, wonach die in seiner Stadt verhängten Corona-Beschränkungen illegal sein könnten. "Wir lassen uns in dieser Sache nicht von der Politik leiten, sondern von der Wissenschaft", sagte Garcetti am Freitag auf einer Pressekonferenz. Der Demokrat Garcetti betonte, seine Stadt verfolge die Strategie einer schrittweisen, sicheren Öffnung. In Los Angeles wurde zuletzt damit begonnen, Strände und Golfplätze sowie Restaurants und Läden mit Abholoptionen wieder zu öffnen. Dabei geht die Metropole allerdings langsamer vor als andere Teile Kaliforniens.

In der dicht besiedelten Stadt wurden mehr als 43.000 Corona-Infektionen und mehr als 2000 Todesfälle registriert - weit mehr als die Hälfte aller Todesfälle in dem Bundesstaat. Zuletzt hatten Äußerungen eines örtlichen Gesundheitsbeamten für Empörung in Washington gesorgt, wonach die Beschränkungen noch weitere drei Monate andauern könnten. In dem Schreiben des US-Justizministeriums an die Behörden in Los Angeles hieß es, nach der US-Verfassung sowie den Gesetzen des Bundesstaates seien "willkürliche und unangemessene Handlungen" verboten.

- Der US-Techkonzern IBM hat einen umfassenden Abbau von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise angekündigt. Die Entscheidung sei wohl für einige Beschäftigte eine einzigartige und schwierige Situation, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme. Das Unternehmen müsse in dem sehr wettbewerbsintensiven Markt flexibel bleiben, um jederzeit hochtalentierte Arbeitskräfte anwerben zu können, die Entscheidungen des Konzerns seien im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Firma.

- NBA-Legende Patrick Ewing ist an Covid-19 erkrankt. Wie der frühere Basketball-Profi am Freitagabend (Ortszeit) mitteilte, habe er sich mit dem Coronavirus infiziert. "Dieses Virus ist schwerwiegend und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden", schrieb der 57-Jährige auf Twitter. Der langjährige Center der New York Knicks, der auch noch für die Seattle Supersonics und Orlando Magic spielte, befindet sich derzeit in einem Krankenhaus bei Washington in Isolation, wie die Georgetown Universität mitteilte. Dort coacht der zweimalige Olympiasieger das College-Team Georgetown Hoyas. Ewing sei der Einzige im Basketballprogramm, der bisher positiv getestet wurde, teilte die Universität mit. "Mit geht es gut und wir werden das alle überstehen", sagte Ewing. "Ich möchte alle ermutigen, in Sicherheit zu bleiben und auf sich und seine Lieben aufzupassen."

- Der US-Autovermieter Hertz flüchtet sich in der Corona-Krise in die Insolvenz. Das mit fast 19 Milliarden Dollar verschuldete Unternehmen aus Florida beantragte Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, wie Hertz am Freitagabend mitteilte. Ein Stillhalteabkommen mit den Gläubigern war zuvor ausgelaufen, um Staatshilfe hatte sich das mehr als 100 Jahre alte Unternehmen nach eigenen Angaben vergeblich bemüht. Die Einnahmen waren wegen der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie eingebrochen. Autovermieter wie Hertz erzielen große Teile des Umsatzes an Flughäfen, an denen das Geschäft angesichts des brachliegenden Flugverkehrs weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Mehr dazu lesen Sie hier.

- Angesichts der Corona-bedingten Verlagerung von Büroarbeit nach Hause fordert die FDP eine Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer in Höhe von 100 Euro pro Monat. "Wir brauchen auch stärkere finanzielle Entlastungen für Berufstätige, die im Homeoffice arbeiten", sagte der FDP-Finanzexperte Markus Herbrand der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Eine Pauschale von 100 Euro pro Monat sei "der richtige Ansatz, den Bürgerinnen und Bürgern unter die Arme zu greifen", sagte Herbrand. Es sei ein "schwacher Trost", wenn ein Arbeitszimmer manchmal steuerlich abgesetzt werden könne. "Ob arbeiten in der Küche oder im Arbeitszimmer - hier müssen wir moderner werden", forderte Herbrand. Die Arbeitsplätze seien mittlerweile so vielfältig geworden, das müsse sich auch im Steuersystem widerspiegeln.

- Brasilien hat nach jüngsten Angaben die zweithöchste Zahl von Infizierungen mit dem neuartigen Coronavirus weltweit und liegt damit nun vor Russland - nur die USA haben noch mehr Fälle. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Freitag 20.803 Infizierte mehr als am Donnerstag. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 330.890. Russland kam nach Aufzeichnungen der amerikanischen Johns Hopkins Universität zuletzt auf 326.448 Fälle (Stand Freitagabend). Allerdings weichen die Zahlen der Universität aus methodischen Gründen zuweilen von den offiziellen Angaben der einzelnen Länder ab. Mindestens 21.048 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. Bei der Zahl der Todesopfer liegt das Land damit weltweit weiter auf Platz sechs.

- Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung vieler Restaurants in Deutschland scheinen sich in Niedersachsen mindestens sieben Menschen in einem Lokal mit dem Coronavirus infiziert zu haben. "Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", teilte der Landkreis Leer am Freitag mit. Falls sich das bestätigt, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall von in Restaurants verbreiteten Corona-Infektionen seit Wiedereröffnung der Gaststätten und Cafés. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga reagierte bestürzt auf den Fall. NDR 1 Niedersachsen hatte zunächst über den Corona-Ausbruch im Landkreis Leer berichtet.

Niedersachsen zählte zu den ersten Bundesländern, in denen Restaurants wieder geöffnet werden durften - seit dem 11. Mai. In den Tagen darauf folgten nach und nach auch fast alle anderen Bundesländer. Ausnahmen gelten für Bayern, wo vorerst nur Biergärten und Außenbereiche aufmachen dürfen, Innenräume ab dem 25. Mai. Bundesweiter Vorreiter war Mecklenburg-Vorpommern, wo die Restaurants bereits am 9. Mai wieder öffnen durften. Laut Landkreis Leer führten die neuen Fälle dazu, dass bereits für mindestens 50 Menschen "vorsorglich häusliche Quarantäne" angeordnet wurde. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Laut Gesundheitsamt handelt es sich nicht um einen Einzelfall mit nur wenigen Kontakten. "Es ist ein Ausbruch mit gleichzeitig mehreren Infizierten und vielen Kontakten." Entsprechend aufwendig sei nun die Nachverfolgung.

Die sieben positiven Befunde, die miteinander zusammenhingen, seien dem Gesundheitsamt von Dienstag bis Freitag mitgeteilt worden, teilte der Landkreis mit. Im Landkreis Leer war zuvor eigenen Angaben zufolge mehr als eine Woche lang überhaupt keine bestätigte Neuinfektion gemeldet worden. Laut NDR 1 Niedersachsen war noch unklar, ob sich die Besucher oder das Personal nicht an die Regeln gehalten hätten.

- Das Robert-Koch-Institut meldet 638 Neuinfektionen und damit erneut weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 177.850, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 42 auf 8216 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 159.900, rund 800 mehr als am Vortag.

- Die britische Regierung hat Rücktrittsforderungen an den Chefberater von Premierminister Boris Johnson, Dominic Cummings, wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Corona-Auflagen zurückgewiesen. Cummings habe sich an die Regeln gehalten, erklärte ein Sprecher des Premierministers am Samstag. Britischen Medienberichten zufolge hatte Cummings trotz Anzeichen einer Corona-Infektion seine Londoner Wohnung verlassen und war zu seinen Eltern ins mehr als 400 Kilometer entfernte Durham im Nordosten Englands gefahren.

Laut den britischen Corona-Verhaltensregeln muss sich jeder, der Symptome einer Corona-Infektion hat, in seiner eigenen Wohnung in Quarantäne begeben. Menschen über 70 Jahren - wie Cummings Eltern - dürfen zudem keine Besucher empfangen. Die oppositionelle Labour-Partei verlangte eine Erklärung. Sein Verhalten deute darauf hin, dass Cummings sich selbst als über dem Gesetz stehend betrachte. "Die Menschen haben in dieser Pandemie und während der Ausgangssperre außerordentliche Opfer gebracht", erklärte Labour-Chef Keir Starmer. "Es kann nicht eine Regel geben für die, die sie aufgestellt haben, und eine andere für die britische Bevölkerung." Die Liberaldemokraten erklärten, Cummings Verhalten könne ein Rücktrittsgrund sein. Ein namentlich nicht genannter Minister sagte dem "Daily Telegraph": "Er muss gehen, das ist einfach arrogant."

Ein Johnson-Sprecher erklärte dagegen, Cummings habe sich an die Richtlinien in der Corona-Pandemie gehalten. Seine Frau sei infiziert gewesen, weshalb auch für Cummings selbst ein hohes Risiko bestanden habe. Es sei für ihn deshalb "unerlässlich" gewesen dafür zu sorgen, dass sein kleiner Sohn angemessen versorgt werde. "Seine Schwester und Nichten boten ihre Hilfe an, also fuhr er zu einem Haus in der Nähe seiner Verwandten für den Fall, dass ihre Hilfe notwendig würde."

- In Madrid und Barcelona werden die Corona-Beschränkungen ab Montag gelockert. Ab nächster Woche dürften in den beiden Großstädten sowie in der gesamten Region Kastilien und León Museen, Hotels und Bar-Terrassen wieder öffnen, teilte die Regierung am Freitag mit. In weiten Teilen Spaniens waren die Corona-Auflagen bereits vor zwei Wochen gelockert worden. In Madrid, Barcelona und Teilen von Kastilien und León wurden die strikten Ausgangssperren hingegen aufrecht erhalten, da dort das Infektionsrisiko nach Behördenangaben höher war als in anderen Regionen.

In den restlichen Regionen Spaniens werden ab Montag weitere Maßnahmen gelockert. Strände, Schwimmbäder und Kinos öffnen dann wieder. Die Zahl der Besucher und Kunden wird jedoch eingeschränkt. Spanien ist mit mehr als 28.600 Todesfällen eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder weltweit.

- China hat offiziellen Angaben zufolge erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie keine neuen Infektionen mit dem Virus verzeichnet. Am Freitag habe es keine Neuinfektionen gegeben, teilte die Nationale Gesundheitskommission (NHC) am Samstag mit. Am Donnerstag waren es noch vier gewesen. Die Zahl der bestätigten Fälle beläuft sich auf insgesamt 82.971, die der offiziell gemeldeten Todesopfer blieb unverändert bei 4634.

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