03.06.2019 
Weltweite Vorbilder für neue Abgabe

So könnte die CO2-Steuer funktionieren

Von
AP

Die Zeit scheint reif für diese Idee. Eine Steuer auf das Klimagas CO2 sei "der kostengünstigste Hebel, um die CO2-Emissionen so stark und schnell zu senken wie nötig", heißt es in einem Aufruf, den inzwischen mehr als 3500 US-Ökonomen unterzeichnet haben - die bislang größte derartige Unterschriftensammlung, getragen auch von allen vier noch lebenden Ex-Präsidenten der Federal Reserve und 27 Wirtschaftsnobelpreisträgern.

Auch Konzerne wie die Allianz sind in dem "Climate Leadership Council" vertreten, sogar das Gros der westlichen Ölmultis wie Exxon, BP oder Shell. Das Bündnis fordert, dass der Ausstoß einer Tonne CO2 anfangs 40 Dollar (knapp 36 Euro) kosten und mit der Zeit teurer werden solle, damit sich Investitionen in klimafreundliche Technik lohnen. Das Geld solle als "Dividende" an die Bürger ausgeschüttet werden - 2000 Dollar im ersten Jahr für eine vierköpfige amerikanische Familie. CO2-Außenzölle müssten verhindern, dass billige Importe aus Ländern ohne Klimaschutzabgabe die Steuer unterlaufen.

Jetzt scheint sich auch die deutsche Bundesregierung in Richtung einer solchen Steuer zu bewegen - auch wenn vor allem die CSU den politischen Rückschlag fürchtet, falls sich Treib- und Heizstoffe verteuern. Etliche andere Länder haben bereits Erfahrungen mit solchen Steuern gesammelt - mit sehr unterschiedlicher Bilanz.

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