14.12.2018 
Die mm-Rangliste der wertstabilsten Handtaschen

Eine Chanel-Milchtüte für 7000 Euro

Von
Rebelle

Die Online-Plattform Rebelle handelt mit Luxusmode aus zweiter Hand. Exklusiv für manager-magazin.de hat Rebelle einen Index besonders hoch gehandelter Artikel entwickelt. Hier kommen einige sehr außergewöhnliche Modelle.

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, und man ist auch nie zu reich dafür. Wie sonst lässt sich der Erfolg des wohl verspieltesten Produkts der sonst sehr auf ernsthaften Luxus bedachten Nobelmarke Hermès erklären? Die "Kelly Doll" (ein Wortspiel mit dem französischen "quelle idole", was für ein Idol) ist eine fein verarbeitete, winzige Handtasche, ohne Frage. Aber sie hat Augen, einen Mund, sinnfreie Ärmchen und Beinchen. Und einen stolzen Preis: Sammler zahlen für das verschmitzt guckende Täschchen mehr als 20.000 Euro.

Wirklich ausgefallene, limitierte Stücke mögen polarisieren, aber wenn sie erst einmal in den Fokus von Sammlern geraten, ist die Wertsteigerung fast sicher. Andererseits sind es vor allem die Klassiker unter den Handtaschen wie die Birkin Bag oder die schlichte Kelly Bag (ganz ohne Ärmchen und Augen), die Wertstabilität garantieren - das zeigt die neue Auflage des mm-Luxusindex, den die Second-Hand-Luxusmodeplattform Rebelle für manager magazin erstellt und der die Wertentwicklung beliebter It-Pieces nachzeichnet (hier geht es zur vorigen Folge).

Wie andererseits mit gewohnten Traditionen brechendes Design die Fans einer Marke erbosen kann, zeigte laut Rebelle-Markenexperte Björn Holzhauer jüngst der Fall des Designers Hedi Slimane, der der Luxusmarke Celine einen Look überstülpte, den viele als Affront betrachteten. Der neu gegründete Instagram-Account Oldceline, der den Zeiten unter Designerin Phoebe Philo hinterhertrauert, gewann in kurzer Zeit 167.000 Follower. Die neue Ausrichtung der Marke bewirkte, dass Celine-Stücke auf dem Zweitmarkt rasant im Preis stiegen - allerdings nur die aus den alten Kollektionen vor Slimanes Antritt.

Mehr zum Thema