08.02.2017 
Business-Knigge

Die Zauberformel für Sympathiegewinnung

Von Katharina Starlay

Katharina Starlay
  • Copyright: Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt als Hörbuch erschienen: Der Stilcoach für Männer) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de.

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Wie oft haben wir im Alltag das Gefühl, dass unsere E-Mails nicht gelesen werden. Da kommen Rückfragen oder Antworten, die überhaupt nicht nötig gewesen wären - hätte der Empfänger den geschriebenen Worten nur die angemessene Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Angewohnheit, flüchtig zu behandeln, was vielleicht eines Innehaltens bedurft hätte, erhöht den allgemeinen Stresspegel ungemein und dürfte die Unternehmen Millionen kosten.

Aber ist es mit den gesprochenen Worten nicht längst genauso? Und was macht das oberflächliche Zuhören mit uns als Menschen und als Teile einer Berufswelt, wenn wir die Gefühle dennoch nicht ausblenden können?

Es ist kein Geheimnis, dass menschliche Bindung durch Gespräche entsteht, dieses Gefühl, verstanden zu werden. Daraus wächst Sympathie. Und Vertrauen.

Kurse zur Entwicklung von menschlichem Charisma vermitteln eindrücklich, wie wichtig gutes Zuhören ist, um von Menschen, mit denen man zu tun hat, als sympathisch wahrgenommen zu werden. Ein Tool zur Umsetzung strategischer Ziele? Nicht wirklich. Gelingen wird es aber ohnehin erst, wenn man auch in der Tiefe verstanden hat, was Zuhören bedeutet.

Als ich anfangs in der Schweiz lebte, musste ich bei einem Wort immer aufmerken: "Zueloose" sagt der Eidgenosse, wenn er Zuhören meint. Jemandem zuzuhören - wirklich und aufmerksam hinzuhören bedeutet doch, dass man ihn als Persönlichkeit zulassen kann. Seitdem ist das meine liebste Schweizer Vokabel.

Wie merke ich eigentlich, wenn ich mal kein guter Zuhörer bin? Wenn zum Beispiel der andere am Telefon fragen muss "Bist Du noch da?", ist das einen Gedanken wert. Oder mir fällt auf, dass der Gesprächspartner (oder die Gesprächspartnerin) sich öfter wiederholt. Dann fühlt er oder sie sich nicht verstanden, weil meine Reaktionen und Rückmeldungen zu dem Gesagten nicht passten oder zu dürftig ausgefallen sind.

Sind Sie ein Profi am Telefon? Machen Sie unser Telefon-Quiz!Wie lässt sich das Selbstverständliche wieder mehr in den Alltag integrieren? Hier ein paar Gedanken dazu:

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