06.04.2016 
Neue Ideen für Essen im Flugzeug

Krümelfreie Croissants und Gurkenlimonade - das erwartet Flugzeuggäste

Von
manager magazin online

Flugzeugessen ist eine Herausforderung. Wenn es schlecht läuft, auch für den Fluggast, in jedem Fall aber für den Anbieter. Essen schmeckt in großer Höhe anders, man braucht mehr und andere Gewürze; deshalb treiben Caterer viel Aufwand, um die Verzehrbedingungen bei der Rezeptentwicklung mit einzurechnen.

In den unteren Klassen muss knallhart kalkuliert werden, auch dort verlangen die Gäste allerdings Angebote für Vegetarier, Veganer, Allergiker, Gluten- und Laktoseintolerante, koschere Speisen für Juden, Halal-Essen für Muslime. Und egal, was serviert wird, es darf auf keinen Fall krümeln, denn Krümel verlängern die Reinigungszeit - und damit die teure Standzeit am Flughafen.

Dass es trotzdem lecker werden kann, wollen derzeit fast 300 Aussteller bei der wichtigsten Caterer-Messe der Welt zeigen. Die World Travel Catering & Onboard Services läuft derzeit in Hamburg parallel zur Aircraft Interiors Expo. Besonders gerne präsentiert man hier, was möglich ist, wenn Airlines gutes Geld in die Hand nehmen, sprich: für ihre First-Class- oder wenigstens Business-Passagiere.

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Es wimmelt von Luxusschokoladeanbietern und Abfüllern feinster Olivenöle, von Weinbrokern und Herstellern edler flugtauglicher Tafelgerätschaften. Und natürlich gibt es neue Getränke, alle edel, gesund oder zumindest originell - wie die Gurkenlimonade, die bisher allerdings nur auf finnischen Inlandsflügen blubbert.

"Die Schere zwischen den einzelnen Klassen geht immer weiter auf. Für Business und First Class wird viel Geld in die Hand genommen, im Economy Bereich arbeiten wir oft mit knallharten Budgets", sagt Jörg Tüttelmann, Vice President Culinary Excellence bei der LSG Sky Chefs, der Catering-Tochter der Lufthansa.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 50 Ländern präsent, hat rund 34.000 Mitarbeiter und produziert jährlich 591 Millionen Mahlzeiten. "Die Ansprüche sind gestiegen", stellt Tüttelmann fest, "die Leute beschäftigen sich generell viel mehr mit Essen; und auch wer Economy fliegt, gibt ja auf der Langstrecke viel Geld aus - das sind dann auch Leute, die in gute Restaurants gehen."

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