14.12.2018 
Thomas Imbusch testet neue Küchengeräte

Spitzenkoch befindet: Gut gedacht, schlecht gemacht

Von und (Video)
Foto: manager-magazin.de

5. Teil: "Wie 500 Kilo Salat im Mund": Thomas Imbusch testet den Slow Juicer von Hurom

Bei 100 Grad kocht Wasser, 200 Grad liefert der Ofen. Viel mehr braucht man nicht, findet Spitzenkoch Thomas Imbusch. Sein jüngst in Hamburg eröffnetes Restaurant heißt folglich "100/200". Eine Speisekarte gibt es nicht. Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt - und das können auch Innereien sein, denn Imbusch, der sein Handwerk unter anderem bei Christian Bau und Tim Mälzer lernte, verarbeitet grundsätzlich ganze Tiere.

Kompromisslos ist Imbusch auch in der Hardware-Ausstattung: Der Molteni-Herd, der das Zentrum seines Restaurants bildet, ist maßgefertigt, jedes Detail durchdacht. Wer kulinarisch so radikal ist, eignet sich bestens als kritischer Prüfer neuer Küchen-Produkte. Für manager-magazin.de testet Imbusch neue Küchen-Gadgets (und setzt damit die Reihe unserer Spitzenköche der Vorjahre fort - hier geht es zu den Tests mit Thomas Martinund mit Cornelius Speinle).

Erstes Gerät auf dem Prüfstand: Der neue Slowjuicer H 100 von Hurom (ca. 449 Euro). Das Gerät arbeitet mit nur 43 Umdrehungen pro Minute und soll so besonders schonend und vitaminerhaltend entsaften. Imbusch gefällt das Design, skeptisch ist er trotzdem: mit rund 449 Euro ist das Gerät zwar nicht billig, aber professionelle Gastro-Geräte sind unter einer vierstelligen Summe nicht zu haben. "Ich habe großes Interesse, einen Salat zu quetschen", macht er sich ans Werk. Das Ergebnis überzeugt: "Das ist richtig krass! Das schmeckt, als hättest du 500 Kilo Salat im Mund." Bisschen Olivenöl rein, bisschen Pfeffer, "und dann gehst du fliegen." Gute Einsatzgebiete wären, findet Imbusch, Vinaigrettes und Soßen, "wenn du krasses Aroma haben willst". Auch bei härteren Produkten wie einem Rettich macht die aus hartem Kunststoff gefertigte Presse nicht schlapp - der intensive Saft treibt dem Tester die Tränen in die Augen. Selbst die Reinigung des patentierten Stecksystems klappt so einfach wie versprochen. Imbuschs Fazit: "Tausendprozentig überzeugend."

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