07.04.2017 
Was Sport fürs Arbeitsleben bringt

Erfolgreich durch Erfolg

Von Andreas Butz

3. Teil: Sportler wissen, wann man ein Team braucht

Der Rückraumspieler hat nur dann freien Weg zum Tor, wenn der Kreisläufer eine Lücke reißt. Der gefeierte Held ist aber stets der Torschütze. Doch dieser weiß, wem er zu danken hat.

Die "Bad Boys" waren bei der Handball-Europameisterschaft 2016 eine der großen Entdeckungen. Nationaltrainer Dagur Sigurðsson gelang es eine Gemeinschaft zu bilden, die sich ihr Image selber gab, als Ausdruck fest vorgenommener Zweikampfhärte. Bad Boys wurde zur Marke und eine deutsche Handball-Mannschaft ohne Stars Europameister. Zweikampfhärte, Spielwitz und vor allem Teamgeist machten sie stark und ganz Deutschland zu Handball-Fans.

Teamgeist kann man aber nicht nur im Leistungssport oder bei Mannschaftssportarten erleben. Immer mehr Unternehmen engagieren Firmenlauftrainer und lassen ihre Mitarbeiter bei sogenannten Businessruns teilnehmen. Hier zählt weniger das Siegen, vor allem das Mitmachen im Team wird honoriert. Und mitmachen kann jeder, der laufen oder zügig walken kann. Die gelaufenen Zeiten treten hier in den Hintergrund, das Teamerlebnis steht im Vordergrund, denn nur Teams kommen in die Wertung. Und weil in Shirts und Laufhosen alle gleich aussehen, auch deshalb verbindet der Sport hierarchieübergreifend. Und das Bier zum Abschluss schmeckt dem Vorstand genau so gut wie dem Azubi.

Vom Teamsport lernen heißt miteinander lernen. Der Vollstrecker ist nur so gut wie der Vorbereiter es ermöglicht, der Außendienst nur so erfolgreich, wie der Innendienst diesen unterstützt. Glasklar, warum viele Unternehmen gerne Teamplayer einstellen.

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