05.04.2019 
Besser trainieren

Wie langsames Laufen Sie schnell macht

Von Andreas Butz

4. Teil: Warum niedrigpulsiges Tempo wirklich top ist

Puls und Herzfrequenz zeigen die Anstrengung an. Schlägt das Herz schneller, braucht der Körper mehr Energie. Kohlenhydrate und Fette verwandelt der Energiestoffwechsel in Bewegungsenergie, sogenanntes ATP (Adenosintriphosphat). Ist der Puls niedrig, so belegen dies Leistungsdiagnostiker bei Lakatattests, so werden mehr Fette in Bewegungsenergie umgewandelt. Und Fette machen ausdauernd und schnell.

Wer seine Fettverbrennung optimieren möchte, der braucht solche Fettstoffwechselläufe im Training. Läufe, in denen der Körper viel Sauerstoff aufnehmen kann, um mit Hilfe von Sauerstoff Fette in Bewegungsenergie umzuwandeln. Das gelingt aber nur bei niedriger bis mäßiger Anstrengung. Idealerweise abzulesen an Puls oder Herzfrequenz. Und je mehr dieser Läufe im Sauerstoffüberschussbereich ein Langstreckenläufer macht, und je länger diese sind, umso mehr wird dieser Effekt trainiert. Mitochondrien genannte Kraftwerke werden neu in den Muskelzellen gebildet und vorhandene Kraftwerke größer. Und in eben jenen Kraftwerken findet der Energiestoffwechsel statt.

Die Anzahl der langen und langsamen, also niedrigpulsigen Läufe, ist daher ein wichtiges Erfolgskriterium für Ihren ganz persönlichen sportlichen Erfolg. Egal, ob Sie nur abnehmen und fitter werden wollen oder ausdauernder und schneller. Wenn Sie nicht nur laufen, sondern trainieren, also besser werden wollen, dann lassen Sie sich darauf ein. Laufen Sie häufiger lang. Und dies in einer niedrigpulsigen Intensität. Und Sie werden es erleben, sie werden zum Fettverbrenner und dadurch - bei gleichem Puls - immer schneller werden. Nur Mut, laufen Sie langsamer.

4 | 4

Mehr zum Thema