05.04.2019 
Besser trainieren

Wie langsames Laufen Sie schnell macht

Von Andreas Butz

3. Teil: Wie Schnitt und Pace das langsame Laufen erschweren

Dabei machen es uns die Sportuhren nicht immer einfach.Zugegeben, es war mal einfacher, ein Freund von herzfrequenzorientiertem Training zu sein. Technische Innovationen haben die Herzfrequenzmessung in den letzten Jahren unzuverlässiger gemacht. Seit die optische Messung des Pulses am Handgelenk eingeführt wurde, wurden auch die Messergebnisse bei den meisten Sportuhranbietern unzuverlässiger. Die optische Messung am Oberarm macht die Ergebnisse wieder zuverlässiger, aber die Herzfrequenzmessung mit Brustgurt ist weiterhin der Gold-Standard für Ausdauersportler, die sich zuverlässige Daten für ihre Trainingssteuerung wünschen.

Auch deshalb, und natürlich weil gleichzeitig die GPS-Messung kontinuierlich präziser wurde, orientieren sich immer mehr Läufer an der Pace. Am Schnitt, ausgedrückt in Minuten pro Kilometer. Nun liegt es in der Natur des Sportlers, dass dieser ungern langsamer läuft als die Woche zuvor. Schließlich möchte man ja besser werden, also schneller. Daher laufen die meisten zumindest das gewohnte Tempo, lieber aber etwas schneller, um ja auch schneller zu werden. Das klappt nur meist nicht. Denn während die Herzfrequenzmessung mit Brustgurt zuverlässig die Anstrengung des Herzkreislaufsystems anzeigt und damit Rückschlüsse auf den Trainingseffekt erlaubt, nimmt das Laufen nach Tempo keine Rücksicht auf Tagesform, seelisches und körperliches Befinden, Außentemperatur, Gegenwind oder Profil der Strecke. Wer nach Pace trainiert, nimmt darauf meist keine Rücksicht.

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