18.12.2019 
Start-ups, Mode-Imperien, Burger-Ketten

Hier sind fünf sehr gute neue Wirtschaftsspiele

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5. Teil: Food Chain Magnate: Wer ist hier der Burger-King?

Fast Food, slow play: Vom hübschen, angenehm dezenten Retro-Look der Spielschachtel und den lustigen Namen der Burgerketten ("Gluttony Inc.") sollte man sich nicht täuschen lassen. Im mehrstündigen Kampf um das größte Fast-Food-Imperium ist den Konkurrenten jedes Mittel recht - da werden Kunden weggeschnappt, fiese Preiskämpfe ausgetragen, einander die besten Mitarbeiter weggeschnappt und wird die Werbestrategie der Mitspieler hinterhältig torpediert.

Wer verliert, kann sich nicht darauf berufen, er habe auch Pech gehabt - das Spiel hat keinerlei Zufallselemente, die überlegene Strategie gewinnt unweigerlich. Das muss man aushalten können. Das Spiel dauert so lange, bis die Bank zum zweiten Mal gesprengt wird.

Das Grundspiel ist bereits 2015 erschienen, aber 2019 kam eine anspruchsvolle Erweiterung hinzu ("The Ketchup Mechanism and Other Ideas"). Neu unter anderem: Kimchi und Sushi. Und man kann den Konkurrenten erbarmungslos Baustellen vor deren Hütten knallen. Wer gewinnt? Am Ende natürlich immer noch der reichste Spieler.

Geeignet für: Kluge Planer mit einem Hang zur Ironie. Schachspieler, die es bei Brettspielen sonst nervt, dass Würfel- oder Kartenglück mitspielt. Sprachlich gemischte Runden (Anleitungen und Übersichtsbögen sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch enthalten).

Finger weg: Kapitalismuskritiker, die nicht gern mit ansehen, wie destruktive Strategien den meisten Erfolg haben.

Gruppengröße: zwei bis fünf Personen

Spieldauer: zwei bis vier Stunden

Preis: Rund 80 Euro, Erweiterung rund 75 Euro

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