18.12.2019 
Start-ups, Mode-Imperien, Burger-Ketten

Hier sind fünf sehr gute neue Wirtschaftsspiele

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2. Teil: Funkenschlag: Deutschland unter Strom

Kohle, Öl, Müll oder Uran? Oder lieber Öko? Bei "Funkenschlag" treten zwei bis vier Spieler mit ihren Energiekonzernen gegeneinander an - Ziel ist es, möglichst viele Städte effektiv mit Strom zu versorgen. Dabei bietet man gegeneinander auf die besten Kraftwerke - und muss dafür natürlich ausreichend Einnahmen generieren. Friedemann Frieses Spiel ist ein Klassiker, der zu zweit ebenso gut funktioniert wie mit vier Spielern. Das Spiel stand schon 2005 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres, die allererste Ausgabe erschien sogar schon 2001, damals noch mit deutlich sperrigerem Regelwerk.

2019 kam nun eine überarbeitete "Recharged Edition" mit dem besonders attraktivem Spielmaterial der früheren De-Luxe-Edition heraus. Als Spielplan stehen eine Deutschland- und eine USA-Karte zur Auswahl (als Erweiterungen gibt es bereits jede Menge anderer Regionen und Länder). Wenn man das Spielprinzip einmal begriffen hat, ist Funkenschlag komplex genug, um reizvoll zu sein, aber einfach genug, um auch Teenagern und Gelegenheitsspielern Spaß zu machen. Statt Geldmarkern gibt es herrlich altmodische Papierscheine - und wer im Spiel hinten liegt, bekommt freundlicherweise in der Bieterphase einen Ausgleichsvorteil.

Geeignet für: Optimierer, die Freude an einem konstruktiven Aufbauspiel haben. Ästheten, die das schöne Material lieben werden. Eltern, die dem Nachwuchs heimlich Geographiekenntnisse unterjubeln wollen.

Finger weg: Leute, die Grundsatzdiskussionen führen möchten, ob man im Spiel auf Atomkraft setzen darf, wenn man sie sonst ablehnt.

Gruppengröße: zwei bis sechs Personen

Spieldauer: Rund zwei Stunden zu viert

Preis: Rund 35 Euro

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