19.09.2018 
Umschwung am Immobilienmarkt

Investoren wenden sich vom Einzelhandel ab

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2. Teil: Es gibt kaum noch Wachstumsfelder, außer ...

Der Marktwert für dezentrale Einkaufszentren oder Warenhäuser dürfte hingegen sinken, meint der Banker. "Gerade schwache oder dezentrale Standorte können den Druck des Onlinehandels schon heute nicht kompensieren", sagt er.

Zu den wenigen Nischen, in denen es am Markt für Einzelhandelsimmobilien noch Wachstum gibt, gehören vor allem Supermärkte, und zwar insbesondere die Discounter. Kein Wunder: Lebensmittel sind die Handelsware, bei der bislang noch der geringste Teil des Umsatzes ins Internet abgewandert ist.

"Die Discounter weiten ihre Sortimente immer mehr aus", sagt René Westerheider von der Tengelmann-Immobilientochter Trei Real Estate. "Damit steigt auch der Flächenbedarf - oft um bis zu 30 Prozent."

In vielen anderen Bereichen des stationären Handels dagegen gibt es bestenfalls Stagnation. Was das nur allzu häufig für die Immobilien bedeutet, weiß Martin Mörl, Geschäftsführer beim Hamburger Immobilienmanager Prelios. Stimmen die Fundamentaldaten, so Mörl, dann bleibe für viele Handelsimmobilien heute nur noch die "Repositionierung und Umnutzung".

Im Klartext heißt das: Ehemalige Läden werden zu Büros, Fitness-Centern oder gar Wohnungen umfunktioniert.

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