15.05.2019 
Monet-Gemälde für 111 Millionen Dollar versteigert

Der teuerste Heuhaufen der Welt

Bei seiner letzten Auktion vor 33 Jahren war das Gemälde "Meules" von Claude Monet für 2,53 Millionen Dollar an den Meistbietenden gegangen. Jetzt wechselte es für rund 111 Millionen Dollar den Besitzer.

In New York ist der wohl teuerste Heuhaufen aller Zeiten versteigert worden: Das Gemälde "Meules" von Impressionist Claude Monet ist am Dienstag (Ortszeit) beim Auktionshaus Sotheby's für 110,7 Millionen US-Dollar (98,8 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen. Damit handelt es sich bei dem Bild, das Heuhaufen in der Sonne zeigt, nach Angaben von Sotheby's um das wertvollste jemals versteigerte Gemälde des Franzosen.

Der Hype geht also weiter. Bereits im vergangenen zählte Monet bei Versteigerungen zu den weltweit gefragtesten Künstlern. Mit rund 360 Millionen Dollar belegt er Rang zwei im aktuellen mm-Kunstindex. Nur Pablo Picasso, dessen Werke 2018 insgesamt 548 Millionen Dollar einspielten, war heißer umworben.

Bei der jetzigen Aktion hätten sich sieben Bieter acht Minuten lang einen Wettstreit um das Meisterwerk geliefert, bis der Preis auf die Rekordsumme gestiegen war. Die Kunsthändler hatten es zuvor lediglich auf 55 Millionen Dollar taxiert. Bei seiner letzten Auktion vor 33 Jahren war "Meules" noch für 2,53 Millionen Dollar an den Meistbietenden gegangen.

Unter den am Dienstag versteigerten Werken befand sich unter anderem auch ein Porträt, das Pablo Picasso von seiner neuen Frau Jaqueline angefertigt hatte. Es kam für den Preis von 54,9 Millionen Dollar (knapp 49 Millionen Euro) unter den Hammer. In weiteren Auktionen in den kommenden Tagen wird Sotheby's zudem ein Bild von US-Künstler Mark Rothko verkaufen.

rei/dpa

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