23.06.2016 
Herausforderer der Banken

Die drei Chancen der deutschen Fintechs

Von Arne Gottschalck

4. Teil: Option 2 - unter das Dach der Großen schlüpfen

Besser dürfte es um die Zukunft von Fintechs bestellt sein, die sich anderen Zielgruppen widmen. Beispielsweise der M&A, dem lukrativen Markt der Unternehmensübernahmen. Wer sich dort positioniert hat oder positionieren wird, träfe auf technologie-affine Kunden. Immerhin glauben mehr als ein Drittel der im Rahmen einer Studie von Intralinks befragten M&A-Profis, die Unterstützung zum Beispiel über soziale Netzwerke würde ihre Arbeit revolutionären.

Mit anderen Worten: "Ebenso wie Facebook & Co müssen Fintechs innovative Lösungen und Geschäftsmodelle schaffen, die das veränderte Nutzungs- und Kommunikationsverhalten der digitalaffinen Nutzer berücksichtigen", sagt Gregor Puchalla von Etventure. Der Königsweg.

Möglichkeit zwei wäre es für die Fintechs, unter die F ittiche eines der Großen zu schlüpfen. Der Banken zum Beispiel oder der Fondsmanagement-Häuser. Offenbar eine gängige Lösung. Die Sutor Bank zum Beispiel kooperiert seit neustem mit dem Kreditmarktplatz creditshelf. Und der Versicherungsriese Allianz beteiligte sich zuletzt angeblich an Simplesurance. Auch andere Fintechs werden offenbar immer wieder von der Seite angestupst.

Folgen Sie Arne Gottschalck auf twitter

"Wir werden momentan sehr häufig von klassischen Finanzhäusern auf eine Kooperation angesprochen", berichtet Puchalla, "weil wir im Dezember 2015 gemeinsam mit der Finance Base aus München den Fintech Company Builder 'FinTechCube' gegründet haben."

Auch bei dieser Möglichkeit ist es Voraussetzung, dass das Modell des Fintechs funktioniert. Und das ist eine Frage der Programme - denn der Rat des Computers kann immer nur so gut sei wie die Programmierung.

Vor allem aber ist es eine Frage des Vertrauens der Banken in die Idee der Fintechs. Zumindest mit Blick auf den Brexit wissen wir am Freitag mehr. dann liegt das Ergebnis des Referendums vor.

4 | 4

Mehr zum Thema