28.10.2019 
Weltraum-Tourismus als Geldanlage

Virgin Galactic legt erfolgreichen Start hin - an der Börse

"Virgin Galactic hat heute Geschichte geschrieben", sagt Firmenchef George Whitesides und dabei übertreibt er höchstens ein klein wenig. Tatsächlich ist die Raumfahrttochter des Firmenkonglomerats von Milliardär Richard Branson seit dem heutigen Montag das erste kommerzielle Unternehmen für private Weltraumausflüge, welches an der Börse notiert ist.

Die Aktie von Virgin Galactic startete am Montag unter dem Kürzel SPCE an der New Yorker Börse. Unmittelbar nach Handelsstart ging es mit dem Kurs bereits um etwa 6 Prozent nach oben, wie US-Medien berichten. Zuvor waren die Aktien der Firmenhülle (ein sogenanntes Special Purpose Vehicle oder SPAC), welche Virgin Galactic für den Börsengang gewählt hatte, in den vergangenen Monaten bereits um 12 Prozent gestiegen.

Dem US-Sender CNBC zufolge plant Unternehmensgründer Branson auch künftig, die Kontrolle über Virgin Galactic zu behalten. Branson werde weiterhin 51 Prozent der Anteile halten, so der Sender.

Dabei hat das eigentliche Geschäft von Virgin noch gar nicht begonnen. Das Unternehmen will bis zu sechs Privatpersonen auf einen Schlag in den Weltraum fliegen, wobei jeder der Passagiere 250.000 Dollar für sein Ticket bezahlen soll. Der Start des Betriebs verzögert sich allerdings seit Jahren. Mehr als 600 Personen haben Berichten zufolge bereits Geld hinterlegt, um auf eine Warteliste für die Flüge zu gelangen. Einige von ihnen warten angeblich schon seit zehn Jahren auf den großen Moment.

Jetzt soll der erste Flug im kommenden Jahr stattfinden, mit Richard Branson an Bord, so der Plan. Laut UBS hat der Markt für Weltraum-Tourismus ein potenzielles Volumen von drei Milliarden Dollar, berichtet CNBC. Allerdings erst in zehn Jahren.

cr

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