17.06.2019 
Börsengang Ende Juni - Preisspanne steht fest

Global Fashion Group will mit IPO 400 Millionen Euro einsammeln

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) will bei seinem Börsengang in Frankfurt knapp 400 Millionen Euro einsammeln. Das Unternehmen bietet bis zu 49,34 Millionen Aktien zu einem Preis von sechs bis acht Euro je Papiere an, wie GFG am Montag mitteilte. Die Zeichnungsfrist beginnt am Dienstag (18. Juni) und läuft bis zum 25. Juni. Am 27. Juni will das zur schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik und zum Berliner Startup-Investor Rocket Internet gehörende Unternehmen sein Debüt im Prime Standard der Frankfurter Börse feiern.

Mit dem frischen Kapital will der Börsenaspirant weiteres Wachstum finanzieren und in die Technologieplattform und den Kundenausbau investieren. Der 2011 gegründete Online-Modehändler ist im Raum Asien/Pazifik unterwegs und belieferte im vergangenen Jahr 11,2 Millionen Kunden. Bei einem Umsatz von 1,16 Milliarden Euro lag die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) bei minus 4,3 Prozent.

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2019 peilt der Vorstand einen Umsatzanstieg auf 1,3 Milliarden Euro an und hofft, sich der Ertragswende zu nähern. Am oberen Ende der Preisspanne würde das in Luxemburg ansässige Unternehmen mit 1,66 Milliarden Euro bewertet. Die Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley, Berenberg und HSBC begleiteten den Börsengang. Die Aktien sollen am regulierten Markt (Prime Standard) notiert werden.

Rocket Internet hält rund 20 Prozent, Kinnevik rund 35 Prozent an GFG

Der Start-up-Investor Rocket Internet hält derzeit rund ein Fünftel der Anteile. Hauptanteilseigner ist mit etwa 35 Prozent der schwedische Investor und Mitgründer Kinnevik. Beide Investoren wollen ihre Aktienpakete jedoch vorerst behalten.

Sechs Monate Haltefrist für Großaktionäre

Die bestehenden Aktionäre des Unternehmens verpflichten sich, in den ersten sechs Monaten keine Aktien zu verkaufen und in den Monaten sieben bis zwölf nach dem ersten Handelstag der Aktien nur bis zu maximal 20 Prozent ihrer vor dem Börsengang bestehenden Beteiligungen zu verkaufen, heißt es in der Mitteilung von GFG. Zudem haben die fünf größten bestehenden Aktionäre einen Vertrag zur Abstimmung von Veräußerungen in den Monaten sieben bis zwölf nach dem Börsengang abgeschlossen.

la/dpa

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