29.11.2019 
Börse

MDax kratzt erneut am Rekordhoch

Aktien waren am heutigen Black Friday im frühen Handel etwas günstiger zu haben - doch am Nachmittag dreht der Dax ins Plus und nimmt die Marke von 12.300 Zählern in den Blick. Vor allem die Aktie von Eon legt zu. Der MDax notiert nur knapp unter seinem am Mittwoch erreichten Rekordhoch.

Kursgewinne: Der deutsche Leitindex Dax hat sich am Freitag nach einem schwachen Start wieder erholt und notierte zuletzt leicht im Plus bei 12.263 Punkten, nachdem er im frühen Handel bis auf 13.188 Punkte zurückgefallen war. Ausgerechnet am "Black Friday" rückt damit das 14-Monats-Hoch wieder in den Blick: Seinen bisherigen Jahreshöchststand hatte der Dax in der Vorwoche bei 13.374 Punkten erreicht. Der Nebenwerte-Index MDax ist dem Dax wieder einmal voraus: Nachdem der MDax bereits am Mittwoch ein Rekordhoch von 27.600 Punkten erreicht hatte, näherte sich der "kleine Bruder" des Dax am Freitag Nachmittag erneut dieser Rekordmarke. Damit zeigt er auf Jahressicht erneut bessere Performance als der Dax.

An der Wall Street notierten Dow Jones und Nasdaq Stock Market zu Beginn des verkürzten Handelstages kaum verändert. Nach dem Feiertag Thanksgiving findet zum Wochenabschluss am "Black Friday" nur ein verkürzter Handel in den USA statt.

Eon erhöht Prognose und kümmert sich um Großbritannien-Probleme

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählte am Freitag die Aktie von Eon mit einem Plus von 3 Prozent. Der Konzern hatte Quartalszahlen vorgelegt und die Gewinnprognose erhöht. Deutschlands größter Stromversorger will zudem seine Probleme in Großbritannien angehen. Neben dem eigenen britischen Vertriebsgeschäft hat der Konzern nach der Innogy -Übernahme nun auch deren Tochter NPower dazubekommen, deren Geschäft auf der Insel ebenfalls leidet. Nun wolle das Management "notwendige Maßnahmen ergreifen, um das Geschäft nachhaltig wieder in die Gewinnzone zu führen", erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Analysten hatten bereits darauf gehofft, dass der Konzern mit den Quartalszahlen erklärt, wie es mit dem britischen Vertrieb weitergehen soll. Die Neunmonatszahlen seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Jefferies-Analyst Ahmed Farman.

In Australien und Neuseeland hingegen gaben Spekulationen auf Zinssenkungen den Aktienbörsen am Freitag erneuten Rückenwind. Die dortigen Leitindizes notieren mit 6983,70 und 11.337,45 Punkten jeweils so hoch wie noch nie.


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Wall Street kaum verändert, Walmart an der Dow-Spitze

Nach dem Truthahnessen am Feiertag Thanksgiving haben Anleger am Freitag erst einmal die Kursrekorde vom Mittwoch sacken lassen. Der Dow Jones gab im frühen Handel um 0,17 Prozent auf 28 115,42 Punkte nach. Am Vortag waren die Börsen in den USA geschlossen geblieben und an diesem Freitag wird nur vier Stunden lang gehandelt.

Am Mittwoch waren der Dow, der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 allesamt auf Höchstkurse gestiegen. Auf Wochensicht zeichnet sich für den Dow Jones nun ein Plus von knapp einem Prozent ab. Für den Monat November steht ein Gewinn von immerhin fast vier Prozent zu Buche. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,11 Prozent auf 3150,15 Zähler. Der technologielastigen Nasdaq 100 verlor am Freitag im frühen Handel 0,11 Prozent auf 8435,61 Punkte.

Wal Mart am Black Friday gefragt

Für den US-Einzelhandel - online wie stationär - sind der Black Friday und der Cyber Monday zu Beginn der kommenden Woche die wichtigsten Tage des Jahres. "Die größten Umsätze werden am heutigen Black Friday nicht an den Börsen gemacht, sondern in den Einkaufszentren", sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Die Papiere großer Online-Händler wie Amazon und Ebay präsentierten sich derweil noch kaum bewegt. Das galt auch für die Aktien großer Filialhändler wie The Kroger, Target, Best Buy, und Lowe's. Lediglich Walmart-Aktien setzten sich mit einem Aufschlag von einem Prozent an die Spitze des Dow Jones.

MDax: Empfehlung stützt Carl Zeiss Meditec

Carl Zeiss Meditec verteuerten sich als bester MDax -Wert um 3,1 Prozent. Mainfirst hatte das Kursziel für den Medizintechniker deutlich von 95 auf 120 Euro erhöht. Die Weichen für ein starkes Jahr 2020 seien gestellt, hieß es. Mit 112 Euro waren die Papiere auf ein Rekordhoch geklettert.

Osram-Poker: Hedgefonds steigen ein

Bei Osram geht das Tauziehen um die Übernahme weiter. Nach dem Angebot des österreichischen Halbleiterherstellers AMS für den deutschen Leuchtenhersteller könnte dieser nun zum Spekulationsobjekt für Hedgefonds werden. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sollen laut Finanzkreisen bereits bis zu 45 Prozent der Osram-Aktien in den Händen von Hedgefonds liegen. "Es scheint, dass eine Reihe von Hedgefonds Aktien erworben haben mit dem Ziel, diese erst zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem höheren Preis anzudienen", sagte Osram-Chef Olaf Berlien der Zeitung. Die Osram-Anteile verloren zuletzt 0,4 Prozent.

Für die Papiere des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus ging es nach Vorlage von Zahlen um mehr als 8 Prozent nach oben. Analyst Andrew Lee von Goldman Sachs betonte die Aussicht auf ein weitgehend stabiles operatives Ergebnis im Gesamtjahr. Das bereinigte operative Ergebnis sei stark ausgefallen und auch der Umsatzmix sei besser als erwartet gewesen, schrieb Analyst Akhil Dattani von JPMorgan

Euro über 1,10 US-Dollar

Der Euro hat am Freitagmorgen weiter über der Marke von 1,10 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1010 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend.

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,70 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um sieben Cent auf 58,04 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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