08.02.2019 
Börse

Dax fällt unter 11.000 Punkte

Der Dax fällt zum Wochenende unter die Marke von 11.000 Punkten. Die Sorge um ein Abflachen der Konjunktur drückt erneut konjunktursensible Aktien von Autobauern, aber auch Bayer und BASF geben nach. Die arg geschundenen Aktien von Wirecard verlieren erneut.

Wieder verunsicherte Anleger haben am Freitag weiteres Geld vom deutschen Aktienmarkt abgezogen. Der Dax sackte am Freitag mit den schwachen US-Börsen unter die Marke von 11 000 Punkten ab, die er Mitte Januar mühsam zurückerobert hatte. Am Tagesende fiel der Leitindex um 1,05 Prozent auf 10 906,78 Punkte. Nachdem es bis zur Wochenmitte noch nach klaren Gewinnen aussah, beendete er die Woche mit einem Abschlag von knapp 2,5 Prozent.

Auf beiden Seiten des Atlantiks greift derzeit wieder die Befürchtung um sich, dass es beim Handelsstreit zwischen den USA und China vorerst keinen Ausweg gibt. Angesichts eines im März ablaufenden Ultimatums tickt die Zeit, ein ersehntes Treffen zwischen Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping ist aber nach Angaben des US-Präsidenten nicht in Sicht. Als Belastung hinzu kommen wachsende Sorgen vor einer längeren Konjunkturabkühlung.

Anleger von Leoni fallen aus allen Wolken

Im Dax standen konjunktursensible erneut unter Druck: BASF , Bayer , BMW , Daimler und Thyssenkrupp zählten mit Verlusten von 0,6 und 1,3 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Für Schlagzeilen allerdings sorgten andere Werte:

Die im SDax notierten Aktien des Autozulieferers Leoni brachen in der Spitze um fast ein Viertel ein. Das Unternehmen streicht nach einem überraschend schwachen Jahresgewinn die Dividende und rechnet nicht mehr mit einem Erreichen der Mittelfristziele.

Wirecard stürzt erneut

Nachdem sich die Aktien von Wirecard am Freitagvormittag leicht erholt hatten, stürzten die Papiere erneut ab, nachdem bekannt wurde, dass die Polizei in Singapur Büros des Dax-Unternehmens durchsucht hätten. Schon am Vortag war die Aktie um 15 Prozent abgestürzt. Ein weiterer "Financial Times"-Bericht mit Vorwürfen über geschäftliche Unregelmäßigkeiten in Singapur war der Auslöser gewesen. Am Vormittag wurde bekannt, dass der Zahlungsabwickler die Zeitung verklagt hat. Mittags bestätigte Wirecard in einer Mitteilung ein Zusammentreffen mit Ermittlern in der Unternehmenszentrale in Singapur. Das Unternehmen habe seine vollständige Kooperation mit den Behörden zugesagt und den Ermittlern Informationen ausgehändigt.

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