14.05.2019 
Handelskonflikt belastet iPhone-Hersteller

Apples Aktie rutscht schon wieder in den Bärenmarkt

Aktionäre von Apple haben zurzeit wenig Freude an ihren Papieren. Im vergangenen Jahr erreichte die Aktie bei 233 Dollar im Oktober zunächst ein Allzeithoch. Dann kamen jedoch die weltweiten Börsenturbulenzen, gemischt mit sehr konkreten Sorgen über die Geschäftslage des iPhone-Herstellers, dessen wichtigstes Produkt offenbar nicht mehr so viele Fans anzieht. Die Aktie stürzte bis Anfang dieses Jahres auf bis zu 142 Dollar ab.

Damit befand sich Apple nach gängiger Definition in einem Bärenmarkt-Modus, denn zwischen dem Höchststand und dem Tief des Aktienkurses lagen mehr als 20 Prozent Differenz.

Zwar machte Apple bis Anfang Mai dieses Jahres wieder einiges an Boden gut, im Gleichschritt mit dem gesamten Aktienmarkt. Inzwischen ist der Kurs jedoch erneut abgerutscht. Am Montag, als die US-Börse insgesamt einmal mehr ins Wanken geriet, schloss das Apple-Papier mit einem Minus von 5,8 Prozent bei 185,72 Dollar. Damit liegen erneut mehr als 20 Prozent zwischen dem Hoch vom Oktober 2018 und dem aktuellen Kurs - Apple befindet sich also wiederum auf Bärenmarkt-Terrain.

Der Hauptgrund für die aktuelle Kursschwäche sind wohl die Sorgen der Investoren um den Handelsstreit zwischen den USA und China, die auch den Aktienmarkt insgesamt erschüttern. US-Präsident Donald Trump kündigte am 5. Mai weitere Zollerhöhungen im großen Stil auf chinesische Waren an, China antwortete am Montag dieser Woche mit einer entsprechenden Replik.

Seit Anfang Mai hat Apples Aktie mehr als 10 Prozent an Wert verloren. Das Unternehmen hat ohnehin mit Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt zu kämpfen. Mit seinen jüngsten Geschäftszahlen gab Apple im April einen Umsatz in China in Höhe von 10,2 Milliarden Dollar bekannt. Das waren 21 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Apple-Chef Tim Cook gab sich bei einer Telefonkonferenz anlässlich der Quartalszahlen zwar zuversichtlich, in Bezug auf die iPhone-Verkäufe könnte das Schlimmste vorüber sein. Dabei sagte er aber auch, er beobachte einen verbesserten Dialog zwischen China und den Vereinigten Staaten. Das war vor der aktuellen Zuspitzung des Handelskonflikts.

cr

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