13.02.2019 
Fondsmanager in der Krise

Geschäft mit Investmentfonds bricht weltweit ein

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2. Teil: Warum Indexfonds erfolgreicher sind als aktiv gemanagte

Das Duell aktives versus passives Fondsmanagement entschieden 2018 einmal mehr deutlich die passiven Indexfonds für sich. Seit Jahren befindet sich dieser Fondstyp auf dem Vormarsch. Anleger bevorzugen Indexfonds zunehmend, weil sie kostengünstiger sind. Zudem ergeben Studien immer wieder, dass aktive Fondsmanager die deutlich höheren Gebühren, die sie verlangen, nur selten durch eine entsprechend bessere Performance rechtfertigen können. Vielen der Fondsmanager gelingt es vielmehr nicht, ihre Benchmark zu schlagen. Sie bleiben dahinter zurück und schneiden damit auch schlechter ab als vergleichbar ausgerichtete Indexfonds.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Die Folge lässt sich an den Marktzahlen von Morningstar für 2018 ablesen: Während aktiv verwaltete Investmentfonds rund um den Globus unter dem Strich Abflüsse in Höhe von 87 Milliarden Dollar verbuchen mussten (wie gesagt: exklusive der Geldmarktfonds), betrugen die Nettomittelzuflüsse der Indexfonds 695 Milliarden Dollar.

Allein um 506 Milliarden Dollar wuchs das Volumen der Aktien-Indexfonds weltweit. Laut Morningstar wurden damit inzwischen 41,4 Prozent der Gelder in Aktienfonds rund um den Globus "passiviert". Ende 2017 hatte der Anteil noch bei 38,9 Prozent gelegen.

In Deutschland verbuchten Aktien-Indexfonds im vergangenen Jahr laut BVI Nettomittelzuflüsse von 1,3 Milliarden Euro. Die aktiv gemanagten Fonds dagegen kamen hierzulande unterm Strich auf Abflüsse in Höhe von rund 0,6 Milliarden Euro.

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