05.04.2019 
Einmischung in Geldpolitik

Trump tritt US-Notenbankern schon wieder auf die Füße

US-Präsident Donald Trump hat der US-Notenbank Federal Reserve eine Zinssenkung vorgeschlagen. "Persönlich glaube ich, die Fed sollte die Zinsen senken", sagte Trump am Freitag vor seinem Abflug nach Kalifornien in Washington. "Sie haben uns wirklich gebremst", fügte er mit Blick auf die zurückliegenden Zinsanhebungen der US-Notenbank hinzu.

Trump sprach sich auch gegen die bisher noch anhaltenden Verkäufe von Anleihen aus, die die Fed im Zuge der Finanzkrise aufgekauft hatte, um mehr Geld in die Märkte zu pumpen ("Quantitative Easing"). Die Notenbank hatte allerdings zuletzt ohnehin erklärt, dass das Verkaufsprogramm zurückgefahren werden soll.

Trump hatte sich in der Vergangenheit wiederholt mit der eigentlich unabhängig von der Regierung arbeitendenden Federal Reserve angelegt und deren Geldpolitik kritisch kommentiert. Die Fed versucht seit 2015, den in der Finanzkrise auf Null gerutschten Leitzins langsam aber stetig zu normalisieren. Trump sieht in steigenden Zinsen und einem festeren Dollar ein Hindernis, sein Ziel zu erreichen, die US-Exporte zu erhöhen und das riesige Außenhandelsdefizit zu verringern.

cr/dpa

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